Stimmen aus dem Kurs "Exerzitien im Alltag"

Exerzitien im Alltag kann ich nur empfehlen. Es ist eine Reise nach innen, mit Knochenarbeit verbunden. Ruth Maria Michel begleitet uns vorzüglich auf dieser Reise. Jesus sagt:"Kommt alle zu mir die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele"(Matthäus 11,28.30). Ich durfte erfahren, dass es wirklich so ist. Einiges von meinem Rucksack konnte ich ihm übergeben. Verschiedene Gefühle kamen hoch, Tränen sind geflossen, was befreiend war, auch wunderschöne Momente, wo ich die Nähe und Liebe Gottes ganz besonders spüren durfte. Wertvoll war auch die Gemeinschaft, das wöchentliche Treffen und das Einzelgespräch. Es tat gut zu erfahren, dass auch andere auf diesem Weg sind, dass ich nicht alleine bin. Mich haben diese Exerzitien näher zu Gott geführt und ich fühle mich viel freier.


Rentnerin, 62 Jahre

 

"Gott eine Chance geben" würde für mich der Titel heissen, wenn ich mich nach den  fünf Exerzitienabende und -wochen kurz ausdrücken müsste.  Es war für mich sehr bereichernd auf  diese Art  den  Glauben zu vertiefen. Ich lernte endlich, dass auch meine Schattenseiten zu mir gehören, die ich  als Kind wie auch als  erwachsene  Person erlebte, und sah in einem grösseren Zusammenhang auch einen positiven Sinn daraus. Es tat sehr gut auf diese Gedanken zu kommen. Plötzlich kam eine Kraft auf und ich konnte Ja sagen – von nun an gehören die Schattenseiten zu mir.
Meine tiefen Fragen an das Leben beschäftigten mich seit längerem und tauchen immer wieder auf. In der Meditation konnte ich sie loslassen – sprich: an Gott übergeben – und es kamen plötzlich Antworten. Ich kann diese Form von christlicher Meditation nur empfehlen,  Bedingung ist, man muss offen sein und nicht den bequemsten Weg suchen. Persönlich wurde ich belohnt und fand eine  Art innere Ruhe, Stille, Aufgehoben sein.


Katechetin, Familienfrau, 40 Jahre

 

Warum es aus meiner Sicht gut ist, Exerzitien im Alltag zu machen: Im Alltag hatte ich oftmals das Gefühl, überall wo ich hinschaute, ist Arbeit. Wenn ich sass, stand ich bereits, wenn ich stand, ging ich schon. Ich hatte einfach keine Ruhe. In den Exerzitien im Alltag erfuhr ich mich selber in der Stille, mit meinem wahren Ich. Und spürte, wie es einfach gut tat, da zu sein. Oftmals wurden die 20 Minuten der Stille zu einer halben Stunde oder mehr. Die Arbeit wurde in der Zeit der Exerzitien nicht weniger, doch spürte ich tiefen Frieden, meine innere Mitte und die Liebe Gottes im Alltag. Ich kann die Dinge mit mehr Gelassenheit angehen.


Geschäftsfrau