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VBG Pädagogik Netzmail Dezember 2017


Was mich bewegt...



Die Bekehrung des Knaben

Rabbi Ahron kam einst in die Stadt, in der der kleine Mordechai, der nachmalige Rabbi von Lecho­witz, aufwuchs. Dessen Vater brachte ihm den Knaben und klagte, daß der im Lernen keine Aus­dauer habe. «Laßt ihn mir eine Weile hier», sagte Rabbi Ahron. Als er mit dem kleinen Mordechai allein war, legte er sich hin und bettete das Kind an sein Herz. Schweigend hielt er es am Herzen, bis der Vater kam. «Ich habe ihm ins Gewissen geredet», sagte er, «hinfort wird es ihm an Ausdauer nicht fehlen.»

Wenn der Rabbi von Lechowitz diese Begebenheit erzählte, fügte er hinzu: «Damals habe ich ge­lernt, wie man Menschen bekehrt.»

(Martin Buber)

 

Eine Begegnung mit Martin Buber lohnt sich für uns pädagogisch Engagierte in meinen Augen besonders. Einmal gibt es den gut lesbaren Buber, wenn man sich in die Geschichten vertieft (Auswahl in der Box), die er über Jahre geduldig aus dem reichen Schatz der chassidischen Überlieferungen gesammelt hat. In der jüdischen Erweckungsbewegung ab 1740 bis ins 19. Jahrhundert hinein suchten Menschen nach dem Wirken Gottes im alltäglichen Zusammenleben. Auch wenn weniges abstossend ist, gibt es doch eine Vielzahl an Erzählungen, die immer wieder eine eindrückliche Wende zu Gott und zum Mitmenschen hin beschreiben. So, wie wir es uns in unserem Alltag wohl auch wünschen. In Deutschland gibt es eine Therapeutengruppe, die diese Erzählungen braucht, um mit Patienten über ihre Nöte ins Gespräch zu kommen. Wer in die Richtung interessiert ist, findet eine Arbeit dazu in der Box.

Dann gibt es den Buber, der uns wie kaum ein anderer aufmerksam macht auf die Not des heutigen Menschen: seine Heimatlosigkeit. Weil er Gott leugnet, schneidet er sich ab vom Lebensquell und droht mit seinen gespenstischen Götzen zu Grunde zu gehen. (Hierzu ein Vortrag: Der Chassidismus und der abendländische Mensch.) Aus der inneren Leere heraus suchen wir Menschen nach Gegenständen, die unser Loch stopfen sollen und verpassen, das was wirklich nährt: Die Begegnung mit dem Mitmenschen in dessen Gestalt uns Gott in unserer Seele erreichen will. Diese Heimatlosigkeit ist es, die Bubers Gedanken in meinen Augen zur Brücke und Anknüpfungspunkt zu unseren Mitmenschen machen. Es verbindet uns die Sehnsucht nach Beheimatung. Gerade in der Weihnachtszeit ist diese Sehnsucht besonders gross und die Schule bietet die Chance ein Stück davon Kindern erfahrbar zu machen. Was gibt es Schöneres?

Herzlich

Daniel Kummer

 

 

Veranstaltungen



Grundkurs 'Christliche Pädagogik' zu Martin Buber

Wie sehen jüdisch-christliche Vertreter das erzieherische Verhältnis in Erziehung und Schule? Wir lernen Gedanken ihrer Pädagogik und deren Auswirkungen im Alltag kennen und setzen uns mit ihrer Sicht des Menschen und der Erziehung auseinander. Davon ausgehend suchen wir nach konkreten Umsetzungen für unseren pädagogischen Alltag. Personen, die ich vorstellen kann sind Johann Amos Comenius, Janusz Korczak, Don Bosco, Martin Luther, Maria Montessori, Martin Buber und weitere, die immer auch den religiösen Bezug des Menschen im Blick gehabt haben. Die Termine können auch einzeln besucht werden:
Do. 14. Dezember: Martin Buber und die Bedeutung der Begegnung
Do. 25. Januar: Johann Amos Comenius - Glaube und Bildung
Ort: Zürich, Zeltweg 18, 18.00h bis 20.00h, Sitzungszimmer 2. Stock
Kosten: Fr. 25.- pro Abend für Verdienende, Ermässigung möglich, Studierende gesponsert
Anmeldung bis spätestens sieben Tage vorher an Daniel Kummer

Islam-Workshop

Im Rahmen des Projektes "begründet glauben - mit Herz und Verstand" findet am 3. Februar 2018 ein Workshop zum Islam statt (Zürich, Zeltweg 18). Der Islamwissenschaftler Prof. Andreas Kaplony wird uns anhand von zentralen Korantexten in wichtige Elemente des Islams einführen. Um die aktuelle Situation im Nahen Osten zu verstehen, werden zudem vier grosse islamische Gruppierungen vorgestellt.

Nähere Informationen und Anmeldung hier. Anmeldeschluss: 25. Januar 2018

Pädagogisches Wochenende: Glaube im Schulalltag

Sam, 24. bis Son, 25. Februar 2018 | Bibelheim Männedorf

Unser christlicher Glaube wirkt auf verschiedene Weise in unseren Alltag hinein. C.S. Lewis formuliert es so: "Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie auch alles andere sehen kann." Um diese erhellende Perspektive soll es am Wochenende gehen, so dass unser Schulalltag vom Lichte Gottes erleuchtet wird und wir daraus Kraft und Inspiration schöpfen.

Inhaltlich setzen wir uns mit verschiedenen Dimensionen des Glaubens auseinander, haben Zeit, um über Stimmung und Atmosphäre, aber auch konkrete Werte und Inhalte nachzudenken. Von der Form her werden wir zwischen Zeiten des Gesprächs, angeregt durch Inputs, und Momenten der Verarbeitung abwechseln. Alle, die an der Dimension des Glaubens in der Schule interessiert sind, sind herzlich willkommen. Daniel Kummer

Anmeldung und weitere Angaben.

Forum christlicher Führungskräfte, 9./10. März 2018

Bereits zum vierten Mal treffen sich christliche Führungspersonen aus unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsgebieten. Das Thema lautet: "Gewinnen - verlieren". Wie gehen Christen mit Siegen um, wie stecken sie Niederlagen weg? Dazu gibt es Keynotes, Praxisbeispiele und persönliche Einblicke in das Leben von Führungspersonen. Zudem bietet sich die spezielle Möglichkeit, sich mit Christen in Führungspersonen zu vernetzen.

Nähere Informationen hier. Wer sich bis zum 31. Dezember 2017 anmeldet, profitiert vom Frühbucher-Rabatt.

EurECA-Konferenz in Sofia, Bulgarien

Zum Thema "Wie christliche Lehrer eine Nation bewegen können" referiert der bulgarische Prof. Detchko Svilenov und der kanadische Dr. Ken Bailey. Von EurECA-Pädagogen werden verschiedene Workshops angeboten mit Fokus "Glaube und Unterricht". Ein wichtiger Teil ist der Austausch mit christlichen Lehrpersonen aus ca. 20 Ländern. Details und Link zum Anmelden findest du auf dem Flyer sowie auf der Website www.eureca-online.org.
Auffahrt-Wochenende, 10-13. Mai. Übrigens: Sofia ist eine interessante, kontrastreiche, billige Stadt. Kommunismus begegnet dem Westen.

Auskunft erteilt gerne: matthias.kaegi@vbg.net

Hinweise und Debatte



Das Projekt "reformare" der VBG zeigt kulturgeschichtliche Relevanz der biblischen Texte und der Person Jesu

Zielgruppe des Projekts sind Mittelschülerinnen und Mittelschüler. "reformare" bietet ihnen einen Anstoss, um sich mit der Reformation, biblischen Texte und der Person von Jesus Christus auseinanderzusetzen. Als Einstieg dient ein Kurz-Video auf der Webseite reformare.ch, in dem Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft beschreiben, was sie an der Bibel fasziniert. Die Statements entstammen 40 Interviews, die spezifisch für "reformare" entstanden sind und nun fortlaufend veröffentlicht werden. Auch Unterrichtsmaterialen und Beispielslektionen für verschiedene Fächer sind geplant. Weiter Information auf www.reformare.ch

STEP Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte

Die Erwartungen an pädagogische Fachkräfte nehmen ständig zu: Sie sollen den täglichen Umgang mit Kindern in jeder Situation meistern und eine gelungene Erziehungspartnerschaft mit den Eltern anstreben. Die STEP Weiterbildung bietet pädagogischen Fachkräften z.B. in Kitas,Tagesstrukturen und Spielgruppen ein strukturiertes, alltagstaugliches und nachhaltiges Konzept zur kooperativen und liebevoll-konsequenten Erziehung.

Aktuelle Weiterbildungsangebote gibt es hier. Es gibt auch STEP Weiterbildungen für Lehrpersonen sowie STEP Elternkurse. Kontakt: liselotte.braun@instep-online.ch

Kulturreise Vision und Realität des jüdischen Staates

So. 22. April - Do. 3. Mai 2018

Einladung zu einer einmaligen Reise nach Israel, organisiert von der Architektin Anne-Lise Diserens (dipl. Architektin ETH SIA, www.atour.ch) und dem jüdischen Fachreferenten Michel Bollag (Experte für Judentum und Israel), der ein grosser Kenner von Israel ist. Unsere Reise, führt uns nach Tel-Aviv, Jerusalem und seine Umgebung, sowie in die Gegend zwischen Mittelmeer und dem See von Genezareth. Ausflüge an wichtige Stationen der Geschichte, Begegnungen mit verschiedenen engagierten Persönlichkeiten, sowie Vorträge zur Einordnung des Erlebten bringen den Teilnehmenden die Errungenschaften und zukünftigen Herausforderungen Israels nahe. Weitere Informationen gibt es hier.
Anmeldung: bis 22. Dezember 2017

Gesucht - Stellenangebote



...Fachperson Tagesstruktur 60-70 %

Eintritt per 1. April 2018 oder nach Vereinbarung. Die Heilsarmee Schweiz als Kirche und soziale Non-Profit-Organisation bietet Menschen in herausfor-dernden Lebenslagen unkomplizierte Unterstützung an. Für das Tagesstruktur-Angebot der Primarstufe Margarethen, das im Auftrag des Erziehungsdepartements Basel-Stadt durch die Heilsarmee Gundeli geführt wird, suchen wir eine Fachperson Tagesstruktur (FaBe Kinder EFZ oder ähnlich). Weitere Informationen siehe www.tagesstruktur-margarethen.ch

...Schweizer Lehrer und Erzieher in Thailand gesucht

Die Christliche Deutsche Schule Chiang Mai sucht Schweizer Lehrpersonen, Kindergärtner und FaBe ab August 2018. Eine Stellenausschreibung finden Sie als Anlage zu dieser Email. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

...Fachlehrperson Sekundarstufe

SalZH Winterthur, Mathematik und Geometrie, Januar - Juli 18; 71% Pensum, jeweils Mo-Do morgens, Auskünfte und Bewerbung an Lukas Bär, Stiftung SalZH, Zeuhausstrasse 54, 8400 Winterthur, lbaer@salzh.ch, www.salzh.ch

...Sekundarlehrperson

SalZH Zürcher Oberland, Wetzikon, 80-100%, ab August 2018, Auskünfte und Bewerbung an Stefan Dudli, Stiftung SalZH, Zeuhausstrasse 54, 8400 Winterthur, sdudli@salzh.ch, www.salzh.ch

 

 

Impressum - Die Pädagogikarbeit der VBG

Wer ist die VBG-Pädagogik? oder Link zur Facebook-Seite oder zum VBG-Blog

Wir sind engagierte Menschen, die das Anliegen teilen, eine christlich motivierte Pädagogik zu fördern. Wir glauben, dass die religiöse Ausrichtung zum Menschsein gehört und möchten dieser im Alltag Raum geben. Dabei verpflichten wir uns zu einem fairen und behutsamen Umgang, so dass sich auch Vertreter anderer Religionen ernstgenommen und akzeptiert fühlen.
In einer Gesellschaft, die Glaube und Wissen radikal trennen will, halten wir mit den Worten Mahatma Gandhis fest, dass beides zusammen gehört:

"Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muss ihn festigen.
Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen.
Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft.
Wenn der Glaube blind wird, stirbt er." 
(Mahatma Gandhi)

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Eigene Beiträge

Wer etwas sucht oder anbieten möchte, kann eine Mail an daniel.kummer@vbg.net einsenden.
Betreff: "Netzmail". Einsendeschluss ist der 25. des Vormonats. Bitte den Text fertig formuliert (ca. 500 Zeichen) und mit entsprechenden Links versehen einsenden.