Ist der christliche Glaube wahr?

Wie begründest du deine christlichen Überzeugungen?

Überlege dir, warum du den christlichen Glauben für wahr hältst. Um glaubhaft zu sein, solltest du nicht nur persönliche Erlebnisse nennen können, sondern auch nachvollziehbare, rationale Argumente.

Was ich erlebt habe, ist nicht widerlegbar. Es ist aber auch nicht unbedingt überzeugend. Jürgen Spiess bringt dazu ein Beispiel: "Nehmen wir an, ich würde sagen: 'Seit ich Christ bin, bin ich jeden Morgen ein fröhlicher Mensch.' Das ist unwiderlegbar, ausser von Menschen, die mich jeden Morgen anders erleben. Für alle anderen ist das eine nicht widerlegbare Aussage. Sie hilft niemandem. Wenn einer sagt: 'Seit ich morgens zwei Spiegeleier esse, bin ich jeden Morgen ein fröhlicher Mensch', ist das genauso wenig widerlegbar."

  • "Die Fingerzeige auf Gott" (PDF-Leseprobe aus «Warum Gott? Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit» von Timothy Keller)

Nachvollziehbare Überzeugungen

Es ist ein Zeichen von Respekt und Liebe gegenüber unseren Mitmenschen, wenn wir unsere Überzeugungen so begründen, dass sie auch nachvollzogen werden können. Dabei darf man aber nie vergessen, dass niemand in den Glauben hineinargumentiert werden kann. Rationale Argumente für den Glauben sollten vielmehr aufzeigen, weshalb die Existenz Gottes plausibel sein könnte – und nicht einen Gottesbeweis versuchen.

Die eigenen Überzeugungen klären

Um über gewisse Themen und Fragestellungen nachzudenken, kann eine Gruppe von Gleichgesinnten hilfreich sein. Mit Freunden oder in der Kleingruppe darüber zu diskutieren, welche Gründe für den christlichen Glauben sprechen, ist ein guter Schritt, um sich über die eigenen Überzeugungen klar zu werden. Das  VBG-Gruppenheft «begründet glauben» ist ein hervorragendes Werkzeug dazu.

Gott begegnen

Wer über Wahrheit nachdenkt und diskutiert, sollte sich über seine Vorannahmen bewusst sein. Gemäss der christlichen Überzeugung ist "Wahrheit" kein abstraktes Konzept, sondern ein Beziehungsgeschehen. Wie die Welt wirklich ist, kann ich nicht allein durch Nachdenken ergründen – auch wenn mein Forschen ein wesentlicher Bestandteil des Verstehens ist. Genauso ist es bei Gott: Gute Argumente können mich bis zur Türschwelle bringen, doch für den Schritt in Gottes Gegenwart ist mein ganzes Wesen gefragt.

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