Vier Übungen für einen Alltags-Glauben

Gute Gewohnheiten können helfen, Gott im eigenen Alltag Raum zu geben. Solche "Übungen" machen dich nicht zu einer besseren Christin oder einem besseren Christen. Sie sind vielmehr dazu da, dir Gottes bedingungslose, unverdienbare Liebe zu vergegenwärtigen.

1. Stell dir am Anfang des Tages die bevorstehenden Aufgaben und Begegnungen vor und bitte Gott um seinen Segen dafür.

Es braucht nicht viele Worte für diese Übung. Du kannst statt einem freien Gebet auch das traditionelle "Kyrie eleison" (griech. "Herr, erbarme dich") singen oder sprechen.

2. Rufe dir die konkreten Orte deines Studiums in Erinnerung und überlege dir: Dort im Hörsaal, in der Mensa, in der Bibliothek ist Gott gegenwärtig. Male dir aus, wie du den Tag in Gottes Gegenwart durchleben würdest – und erinnere dich in den folgenden Stunden an diese Gedanken.

Es geht hier nicht darum, alles so zu tun, wie man es sich ausgemalt hat – das wäre eine Überforderung. Indem ich mich nur schon an meine Vorstellung erinnere, gebe ich Gott Raum und werde offen für sein Wirken.

3. Knüpfe ein Kurzgebet an wiederkehrende Situationen, etwa den Gong am Ende der Vorlesung oder das Öffnen der Tasche. Zum Beispiel so: "Gott, du siehst mich. Du kennst mich und du liebst mich. Danke!"

Diese Übung ist ein zentraler Bestandteil des Camps "Ora et Labora". Mit der Zeit kann es sein, dass man es praktisch "von alleine" betet. Eine andere Variante benutzt die Worte aus Psalm 70,2, mit denen das Stundengebet der Mönche jeweils beginnt: "O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile mir zu helfen!"

4. Sei ein Mal pro Tag einfach still.

Plane dir eine Zeit von ca. 10 Minuten pro Tag ein, in der du herunterfahren und dir Gottes Gegenwart bewusst werden kannst. Statt Morgen oder Abend ist eine Zeit "zwischendurch" manchmal geeigneter, z.B. wenn du von der Vorlesung nach Hause kommst.

 

Für Studierende
27.12.18-01.01.19
Neujahrskurs für Studierende
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18.04.19-22.04.19
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«Ora et Labora» für Studierende
Rasa