Alumni: Besichtigung Bundeshaus Bern

von Anne-Lise Diserens | 12.04.2011

Die erste Alumni Veranstaltung in diesem Jahr führte uns ins Bundeshaus. Nach dem Sicherheitscheck versammelten sich die rund 40 Teilnehmenden vor der golden schimmernden, mit Messing beplankten Wand im modern gestalteten Besucherraum. Vor der umfassenden Renovation von 2006-08 befand sich hier die Heizung. Mit Frau Pfister, Führerin des Bundeshauses, ging es auf die Besichtigungstour.

In der zentralen Kuppelhalle fielen sofort die vielen symbolischen Darstellungen zur Schweizer Geschichte auf. Zum Beispiel zeigt die Glaskuppel die eidgenössischen Wappen und den Wahlspruch „Einer für Alle, Alle für Einen“. Das Parlamentsgebäude wurde 1902 fertig erstellt wurde. Es war die Zeit des Historismus, der Nachahmung aller möglichen vergangenen Baustile. 22% der Bausumme wurde allein in die Ausschmückung verwendet. Hans Auer, der Architekt, wollte die ganze Schweiz auch geologisch darstellen und hat Steine aus 11 Kantonen verwendet. Wir staunten über die  National- und Ständeratssäle,  die sich nach der Renovation wieder in ihrer alten Pracht präsentieren, jedoch mit integrierter moderner technischer Einrichtung, wie dem Internetzugang an jedem Pult. Die technische Aufrüstung und die sorgfältige Restauration wurden gut in Einklang gebracht.

 

Nach der Besichtigung empfingen uns Nationalrat Jean-Pierre Graber und der Bundeshausbeter Beat Christen in einem modern eingerichteten Raum, in dem auch die wöchentlichen Andachten durchgeführt werden. Nach dem eindrücklichen Bericht von Graber zu seiner politischen Arbeit, folgte ein fünfminütiger Film von „SF DRS aktuell“ zu Christens Tätigkeit. Danach erläuterte Christen, wie es dazu kam: 1979 hatte er den Eindruck, er solle „für die Obrigkeit“, für die Bundes-Regierung gemäss 1.Tim. 2 beten. Darauf hat Gott ihm viele Türen geöffnet, die ihn schlussendlich zu einem der 200 Lobbyisten, zu einem  akkredidierten Beter im Bundeshaus werden liess. Christen gehört bewusst keiner Partei an. So kann er in alle Richtungen denken, mit einer klaren Mitte: „Jesus Christus“. Während der Session hat er in der Wandelhalle des Bundeshauses Kontakt zu VerteterInnen aller Parteien. Er redet mit den Menschen über ihre  Glaubensfragen und geht ungezwungen auf sie zu, was von vielen sehr geschätzt wird.

Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen, wurden die Beziehungen untereinander gepflegt. Dabei konnten zwei Personen nach 30 Jahren ein Wiedersehen feiern.