Die VBG-Geschichte

Die VBG-Geschichte

von Fritz Imhof | 04.09.2009

Die VBG wurde vor rund sechzig Jahren von Hans Bürki gegründet. Ein Merkmal durch all die Jahre hindurch war ihr Eigenverständnis als Bewegung.

Durch Bürki und die ersten vollzeitlichen Mitarbeiter der VBG, die zumeist aus evangelisch-landeskirchlichen und pietistisch-freikirchlichen Gemeinden und Kreisen kamen, war Evangelisation und Jüngerschulung im Geist persönlicher Herzensfrömmigkeit das wichtigste Anliegen der VBG. Die Botschaft der Bibel in die Welt der Schulen und Universitäten hineinzutragen, damit viele den Weg in die Nachfolge Jesu Christi finden, war und ist bis heute das Grundanliegen der VBG. Es war das besondere Charisma des Gründers, sich mit der Welt der Bildung kritisch auseinanderzusetzen, dabei aber auch Anknüpfungspunkte zu suchen, die es ermöglichten, die Angesprochenen auf eine überzeugende Art abzuholen und mit dem Evangelium bekanntzumachen.  

Evangelisch-pietistische Wurzeln 

Diese spezielle Art der Evangelisation unterschied sich von den üblichen Evangelisationsmethoden evangelikaler Prägung. Themen aus dem Bereich der Natur- und Geisteswissenschaften bildeten den Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung auf der Basis der biblischen Botschaft des Alten und Neuen Testamentes. Überzeugung und nicht Indoktrination war dabei das wichtigste Mittel der Auseinandersetzung. Damit begann und entwickelte sich die Arbeit der VBG in Studenten-, Schüler- und Akademikergruppen.

Schüler- und Studentenarbeit als zentrale Aufgabe

In Kantonsschulen, Gymnasien, Seminaren und Universitäten entstanden Gesprächsgruppen, in denen die Botschaft der Bibel bezeugt und verkündigt wurde. In den "Heimstätten Moscia und Rasa" wurde diese evangelistische und seelsorgerliche Arbeit durch Kurse und Ferienwochen intensiviert. Viele fanden den Zugang zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus. Diese Arbeit ist bis heute zentrale Aufgabe der VBG.

Berufliche Durchdringung mit dem Evangelium

Seit 1965 entwickelte sich mit der Berufstätigenarbeit ein weiterer wichtiger Bereich der VBG-Arbeit, der sich auf verschiedene Gebiete ausweitete. Die Durchdringung der Berufsrealität vom Evangelium her wurde als wichtiger Auftrag erkannt. Es ging dabei um "Christsein im Beruf, in Pädagogik, Psychologie, Wirtschaft." Später kamen technisch-naturwissenschaftliche Berufe dazu. Angestellte der VBG helfen auch mit, dass Christen aus Politik und Wirtschaft sich regelmässig zum Gebet zusammenfinden.

Ökumenisch-charismatische Erfahrungen

1970 kam es während Kursen im Campo Rasa zu ersten "charismatischen Erfahrungen": Sprachengebet und Auslegung, Rede aus Eingebung, Empfang von Bildern und Eindrücken aus der Stille. An VBG-Veranstaltungen gab es immer mehr freie Gottesdienste, in denen die Vielfalt der im Neuen Testament beschriebenen Geistesgaben sicht- und hörbar wurde. Durch intensive Auseinandersetzung mit allem Neuen wurden 1975 bei einer Basisversammlung (VBG-Konvent) Richtlinien erarbeitet für eine gute Praxis biblischer Lehre über den Heiligen Geist, womit die damals in weiten Kreisen vorherrschende pfingstliche Engführung überwunden wurde. Die VBG half mit, Menschen aus der charismatischen Erneuerung zusammenzuführen. Das Anliegen, "die Geister zu prüfen", wurde ernst genommen. Seit 1972 wurden dann zu Kurswochen für Biblische Geschichte erstmals Katholiken zu regelmässiger Mitarbeit eingeladen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre auf Grund guter theologischer Erfahrungen weitere ökumenische Zusammenarbeit im Geist des Evangeliums.

Gesellschaftliches Engagement

Die Zielsetzungen der VBG sind vielfältiger geworden – auch dank der besonderen Begabungen langjähriger Mitarbeiter. So hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Arbeitszweig "Geistes- und sozialwirtschaftliche Berufe" gebildet. Mit der "Informations- und Publikationsstelle" wurde ein weiterer Bereich der VBG-Arbeit geschaffen. Die "Informations- und Publikationsstelle" wurde einerseits zu einem Instrument zur Vernetzung mit den Medien, andererseits diente sie mit der Herausgabe der VBG-Zeitschrift "Bausteine" und verschiedener Dossiers zu aktuellen Themen der Information und Schulung von Mitarbeitern und engagierten Christen weit über das Werk der VBG hinaus. 2002 ging die "Informations- und Publikationsstelle" in den VBG-Verlag über.

Auch der missionarische Auftrag unseres Werkes hat in den letzten Jahren eine Erweiterung erfahren durch den regelmässigen Besuchs- und Vortragsdienst eines unserer Mitarbeiter in den Universitäten der baltischen Staaten und in Weissrussland. Aus diesem Dienst entstand der Bereich LINK.