Eine Bewegung von Weltverbesserern

von Rico Bossard | 20.02.2014

Kurz gesagt: Wir trĂ€umen. Wir denken nach. Wir suchen VerbĂŒndete. Wir beginnen Grosses mit Kleinem. Wir unterstĂŒtzen und holen uns UnterstĂŒtzung. Wir multiplizieren.

Wir, das sind 1000 MittelschĂŒlerinnen und -schĂŒler an 80 Mittelschulen der Deutschschweiz. 145 unter ihnen sind aktive Mitarbeitende. Dazu gehören die fĂŒnf angestellten Regionalleiter und -leiterinnen.
 
Wir trÀumen davon, dass junge Menschen wÀhrend ihrer Mittelschulzeit in ihrem Glauben gestÀrkt werden, und dass ihre Schulkameradinnen und -kameraden von Jesus Christus hören und ihn kennenlernen.
Die Zeit an der Mittelschule soll ihnen zum Segen werden. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den kritischen Anfragen an den Glauben durch den Unterrichtsstoff, die Lehrpersonen und die MitschĂŒler sollen den Glauben vertiefen. Die Regionalleiter ermutigen zu dieser Auseinandersetzung und vermitteln dazu Grundlagen, damit sich die Jugendlichen aus der Perspektive des Evangeliums eine eigene Meinung bilden können.
 
Zur Hauptaufgabe einer Regionalleiterin gehört es, die Teams zu begleiten. Sie trifft die Jugendlichen regelmĂ€ssig, tauscht sich mit ihnen ĂŒber die aktuelle Situation ihrer Schule und der VBG-Gruppe aus und regt an zum Vorausdenken und zum Planen.
Die fĂŒnf Regionalleiter begleiten die 145 Jugendlichen, welche zu den Mitarbeitenden im Bereich Schule zĂ€hlen. Erwachsene ehemalige SchĂŒler engagieren sich in TrĂ€gerkreisen fĂŒr die VBG-Gruppe an einer Mittelschule. An diesen Treffen ermutigen sie die Jugendlichen, denken mit und beten fĂŒr sie.
TrĂ€gerkreise fĂŒr alle Mittelschulen zu haben, gehört zur Strategie des Bereichs Schule. Zur Zeit können etwas mehr als die HĂ€lfte aller VBG-Gruppen auf die Begleitung eines TrĂ€gerkreises zĂ€hlen.
 
Das ist wohl eine der herausforderndsten Aufgaben. Im Leitbild der VBG haben wir unter «IdentitĂ€t» folgendes formuliert: «Als Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen teilen wir die Überzeugung, dass der christliche Glaube alle Lebensbereiche prĂ€gt und umfasst. Wir treffen uns, um mit Menschen in einer Ă€hnlichen Lebenssituation diesen Glauben im Alltag zu leben.»
In den VBG-Gruppen an den Mittelschulen beteiligen sich durchschnittlich 10 Jugendliche. Oft kennen die Gruppen noch viele weitere SchĂŒler und SchĂŒlerinnen, welche sich beteiligen könnten. Dass sie sich nicht beteiligen, kann die Mitarbeitenden vor Ort demotivieren. Die Regionalleiter geben Tipps, wie Jugendliche gewonnen werden und wie sie auf verschiedene Arten verbindlich mitarbeiten könnten.
UnterstĂŒtzung erleben wir auch aus christlichen Gemeinden, welche ihre Jugendliche zur Beteiligung an der VBG-Gruppe motivieren. Einige laden eine Regionalleiterin in ihre Jugendgruppe ein und beteiligen sich am Gebetstag fĂŒr die Schulen.
 
«Wir sind ĂŒberzeugt, dass jede Gruppe von der Eigeninitiative und dem Engagement der Teilnehmenden lebt. So pflegen wir eine Kultur der Beteiligung und Mitverantwortung.» (aus dem Leitbild der VBG, Überzeugungen)
Mit der UnterstĂŒtzung und Begleitung durch die Regionalleiter wollen wir diese Kultur pflegen. Zum Beispiel mit den folgenden zwei Angeboten: Follow him – das Schulungsangebot fĂŒr Mitarbeitende. WĂ€hrend fĂŒnf Tagen lesen wir gemeinsam in der Bibel, tauschen ĂŒber Mittelschulthemen aus, setzen uns mit kritischen Anfragen an den Glauben auseinander und lernen Aufgaben und ihre Umsetzung durch die Leiterinnen und Leiter kennen.
Follow up – ein Angebot von SchĂŒlern fĂŒr SchĂŒler fand im vergangenen Jahr das erste Mal ĂŒber Neujahr statt. Jede teilnehmende Person bereitete ein Programmelement vor. Dabei wurde sie vom Regionalleiter begleitet. WĂ€hrend der Neujahrswoche prĂ€sentierten sie ihren Beitrag und konnten daran wachsen.
 
Der Bereich Schule versteht sich als eine Bewegung von SchĂŒlern fĂŒr SchĂŒler. Es ist uns deshalb ein Anliegen, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich ĂŒber ihre eigene Gruppe hinaus zu engagieren.