Enneagramm, SpiritualitÀt und Theologie der Zukunft

von Michael Th. Schulz |


Eine Buchzusammenfassung von Peter FlĂŒckiger


Dieses Buch stellt die christliche Enneagrammarbeit als eine Möglichkeit der Erwachsenenbildung dar, "missionarisch" in die Breite und Tiefe zu wirken, um engagierten Christen, aber auch Kirchenfernen die Liebe zu den ureigenen Wurzeln christlicher SpiritualitĂ€t bedeutsam oder wieder bedeutsam werden zu lassen. Der erste Teil des Buches setzt sich mit "Gottesbekenntnis und Wirklichkeit" auseinander, um angemessene Bezugssysteme als Grundlage fĂŒr christliche SpiritualitĂ€t und im Besonderen fĂŒr christliche Enneagrammarbeit zu finden. Dabei kommt es zum kritischen GesprĂ€ch mit kirchlichen, theologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Tendenzen. Deren Brauchbarkeit, aber auch deren Vereinseitigungen wie ihre AnsĂ€tze fĂŒr die Zukunft werden deutlich.
Im zweiten Teil werden diese BezĂŒge tiefgreifend und umfassend als Lebens- und Glaubenshilfe hin zu Selbst- und Gotteserkenntnis dargeboten. Die christliche Enneagrammarbeit wird als eine unter anderen Möglichkeiten dargestellt und wirkt am besten in der Einbettung durch andere spirituelle und psychologische ZugĂ€nge. AnsĂ€tze, Materialien und Vernetzungen werden dargestellt, die eine FĂŒlle von Einzeluntersuchungen ersetzen – so z.B. das GesprĂ€ch mit Anselm GrĂŒn, das exemplarisch ist fĂŒr eine SpiritualitĂ€t ohne Enneagramm mit grosser missionarischer und spiritueller Breiten- und Tiefenwirkung.
Der letzte Teil zielt auf die Praxis. Im GesprĂ€ch mit bekannten Enneagrammlehrern erweist sich das Enneagramm als ein zukunftstrĂ€chtiger Beitrag fĂŒr geistliche Begleitung, Seelsorge und SpiritualitĂ€t.
Schulz, Michael Th.. Enneagramm, SpiritualitĂ€t und Theologie der Zukunft; AnlĂ€ufe und Verbindungen – Materialien und Vernetzungen. ISBN 3788721286. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener 2008. 592 Seiten.

Eine Buchzusammenfassung von Felix Ruther.

Dieses 592 Seiten umfassende Werk hat drei Teile:

  • a) Theologische Suchbewegungen im Umgang mit Gottesbekenntnis und Wirklichkeit (ab Seite 9)
  • b) Theologische "AnlĂ€ufe" zum Enneagramm, AnsĂ€tze und Korrekturen, Materialien und Vernetzungen (ab Seite 153)
  • c) Praktisch-Theologische Implikationen der enneagrammatischen Arbeit fĂŒr geistliche Begleitung und Seelsorge (Seite 445-568)


In Teil a) geht es um Analyse der (kirchlichen) Gegenwart in Deutschland. Der Autor ist Theologe und war Pfarrer an der evangelisch-lutherischen Marktkirche in Wiesbaden. Einerseits treffend, manchmal auch etwas ausufernd, langfĂ€dig und kompliziert formuliert, beschreibt er die SchwĂ€che der evangelischen Christen in Deutschland mit der fehlenden spirituellen Tiefe der Pfarrpersonen und der Laien. Damit fordert er eine Erneuerung durch geistliche Tiefe. Er plĂ€diert fĂŒr "trinitarisches" Erkennen (nach einem seiner Lehrer Wolfgang Philipp). Dieses mehrdimensionale Erkennen nĂ€hert sich dem Gegenstand, respektiert sein Geheimnis, statt dass es ĂŒber ihn verfĂŒgt. Das gilt speziell fĂŒr Gott, den Inhalt des Glaubens (Seite 100), aber auch fĂŒr die Beurteilung der Kirchen. Er behauptet, dass dieser Ansatz bereits im Neuen Testament angelegt sei. Schulz ist sehr belesen, er bezieht sich in seinen AusfĂŒhrungen oft auf seine Lehrer und Vorbilder wie Rudolf Bohren, Manfred Seitz und Jörg Zink und zitiert sie sehr ausgiebig. So soll beispielsweise "Christus nicht beschrĂ€nkt werden, sondern er muss auch kosmisch gesehen werden".


In Teil b) kommt Schulz schon mehr zur Sache, er stellt nÀmlich die Frage: Was ist der Gehalt des Enneagramms und wie ist es in die Theologie einzuordnen. Hier bringt Schulz den deutschen katholischen Theologen Romano Guardini als unbewussten VorlÀufer des Enneagramms ins Spiel.

Dann kommen eingehende AusfĂŒhrungen zur "Schuld-SĂŒnde-Problematik", die der Bibel entlang sehr gut begrĂŒndet werden. Er erklĂ€rt kurz die Hauptbegriffe des Alten Testaments "PĂ€scha" – Auflehnung, "Awon" – Schuld und "Chata" – Zielverfehlung. Er kritisiert die allgemeinen - da meist wirkungslosen – Schuldbekenntnisse, wie sie in den evangelischen Kirchen ĂŒblich sind, und bringt hier den enneagrammatischen und frĂŒhchristlichen Begriff "WurzelsĂŒnde" ein, der wesentlich tiefer reicht und jeden Menschen zutiefst betrifft. Diese Einsicht fĂŒhrt zu einer neuen, tiefen BedĂŒrftigkeit nach Gnade und Rettung durch Jesus Christus. „Die Liebe Gottes soll nicht an der OberflĂ€che bleiben durch nur rationales Bejahen und Annehmen, sondern will ganz tief in uns einsickern und auch die tiefsten, unberĂŒhrten und versteckten Schichten erreichen“ (Seite 225). Gerade deshalb hat fĂŒr Schulz auch die Tiefenpsychologie Bedeutung und Berechtigung in der Theologie.


In der Arbeit mit dem Enneagramm geht es nicht um eine Umgehung der Gnade, sondern um die Vermeidung einer "billigen Gnade" (Seite 267). Wichtig "ist die FĂ€higkeit, wo immer man ist, voll prĂ€sent zu sein." aus Erich Fromm: Haben oder Sein (Seite 273). „Der nĂŒchterne Alltag ist der Ort der EinĂŒbung in die Gegen-wart Gottes.“ Bruder Lorenz (Seite 282). "Jeder ist also zum Wachstum in Heiligkeit berufen... Alle reifen Menschen sind zur Kontemplation berufen." Robert Fricy und Robert J. Wicks (Seite 290).


"Selbst wenn ich noch so entschlossen fĂŒr den Frieden bin, muss ich mich fragen: Wieviel Angst habe ich und wieviel Angst mache ich? So lange ich Angst in mir habe, werde ich das zweite nicht ausschliessen können. Wer angstbesetzt ist, wird die Wirklichkeit, vor allen die politische, verzerrt sehen, er wird keine Phantasien aufbringen und nur an einseitigen Lösungen festhalten. Wer einigermassen angstfrei ist, wir neue Möglichkeiten schaffen, er wird Vertrauen beim aussen- und innenpolitischen Gegner gewinnen." Guido Kreppold (Seite 313).


Die Methode der Darstellung des Enneagramms ist heuristisch, das heisst annĂ€hernd, vergleichend und macht sich verschiedene Methoden dienstbar (Seite 326). Die wesentliche Intention des Enneagramms ist geistlicher Natur (Seite 328). Das Enneagramm lĂ€sst sich auch gut ergĂ€nzen und mit dem verbinden, was Eugene Gendlin, SchĂŒler und Nachfolger von Carl R. Rogers an der UniversitĂ€t von Chicago, mit der Methode des "Focusing" entwickelt bzw. neu entdeckt hat (Seite 329).


Aus dem Buch "Geistliche Begleitung bei den WĂŒstenvĂ€tern" von Anselm GrĂŒn zitiert Schulz auf Seite 346 und 347 lĂ€ngere Passagen, da unter den WĂŒstenvĂ€tern ein wichtiger VorlĂ€ufer des heutigen Enneagramms zu finden ist: "Die eigentliche Heilung ist die Kontemplation, die Aufhebung der Identifizierung mit unseren Wunden, der Weg in den Seelengrund, in dem Gott in uns wohnt, der Weg in den Raum, wo Gott uns wahrhaft von allem befreit, was uns gefangenhalten möchte. Erst in der Kontemplation erfahren wir wahr Freiheit und wirkliche Heilung... Verwundet wird der Mensch nach der Erfahrung der Mönche vor allem durch die Leidenschaften, die ihn bedrĂ€ngen und immer wieder daran hindern, das eigene Selbst zu finden und in Gott Halt und Ruhe zu erfahren... Hier (bei dem wichtigsten Gedanken und Leidenschaft) geht es darum, die eigene WurzelsĂŒnde zu entdecken und dann systematisch gegen sie vorzugehen. Es hat keinen Zweck, gegen alle Leidenschaften auf einmal zu kĂ€mpfen. Das endet immer in der Niederlage und ĂŒberfordert uns. Es ist gut, uns selbst genau zu beobachten und zu erkennen, was das Haupt unserer Leidenschaften ist... Ich muss beobachten, wohin meine Energie fliesst, was mich bindet und blockiert. Dort wo meine grösste GefĂ€hrdung ist, ist auch meine grösste Chance. Durch die Leidenschaft hindurch, die mich am meisten bedrĂ€ngt, kann ich zu meiner Begabung vorstossen. Dann wird die Leidenschaft verwandelt, und in mir kann der Geist Gottes die Frucht bringen, die er mir zugedacht hat."


Ebenso leiht Schulz auf Seite 354 Teilhard de Chardin sein Ohr: Der göttliche Bereich. Olten 1962: "Ich empfange mich weit mehr, als ich mich selber schaffe... Die Tiefe, die Quelle und die Entstehung des Lebens sind uns letzten Endes vollstÀndig unfassbar... Dir selbst begegne ich, Dir, der Du mich an Deinem Sein teilhaben lÀsst und mich knetest."


Schulz fasst seine Erkenntnis auf Seite 357 so zusammen: "Christsein, das wachstumsmĂ€ssig geschieht und zu einem mĂŒndigen und reifen Wachsen im christlichen Glauben fĂŒhrt, bedarf in Zukunft mehr und mehr fĂŒr möglichst viele Christen jener – wenn auch nur kleinen – kontemplativen Momente der Stille, des Innehaltens, des Atemholens und des Ehrlichwerdens." Er beschreibt den (christlichen) Fundamentalismus als schlechte Antwort auf die Angst und Aengste von heute.


„Ich bin eine EINS“ ist eine falsche oder zumindest unzureichende Redeweise, besser ist da die Aussage: „ich gehöre zum Grundmuster der EINS“ (Seite 366)


Enneagrammatische Arbeit wird auf Seite 371 „als kleiner möglicher Beitrag zur Entschleierung von Wirklichkeit wie auch von SĂŒnde und geistiger Verengung. Wir dĂŒrfen darum bitten und zugleich einĂŒbend daran arbeiten, dass die Gnade der Lockerung von unseren nur eigenen Themen, Behauptungen, Erwartungen, Schuldzuweisungen, unseren nur eigenen Wegen des FĂŒhlens, Denkens und Handelns durch das zunehmende Wach- und Lebendigwerden der inneren Achtsamkeit geschenkt werde. Wir sind zu unserer „Mitarbeit an uns selbst“ gerufen, aber die absolute PrioritĂ€t liegt in der erbetenen Gnade Gottes. Wer den enneagrammatischen Weg in der Tiefe existentiell versteht – wird erkennen, dass es ein zutiefst christlicher Weg prozessualer lebenslanger Busse ist.“


Immer wieder taucht auch der Name der Enneagrammspezialistin Helen Palmer auf, so auch auf Seite 373, wo es um das Entdecken des Grundmusters geht. Ihre Fragen dazu lauten: „Wie verhalte ich mich emotional, mental, habituell unter Stress?“


Auf Seite 381 zitiert er Dag Hammarskjöld: „Lass nie den Erfolg seine Leere verbergen, die Leistung ihre Wertlosigkeit; das Arbeitsleben seine Oede. So behalte den Sporn, um weiterzukommen, den Schmerz in der Seele, der uns ĂŒber uns selbst hinaustreibt.“


Chancen und Gefahren des Enneagramms

(nach Dirk Meine, auf Seiten 382-390, ist eine sehr hilfreiche Zusammenstellung positiver und negativer Stichworte, wobei die positiven Punkte eindeutig ĂŒberwiegen)

  • Selbstkritisch
  • Wegweiser unter vielen, keine Heilslehre
  • Erfahrungsorientiert
  • DialogfĂ€hig: hat psychologische, christliche oder esoterische Intention
  • Spirituell ausgerichtet: fĂŒhrt zu mĂŒndiger Christusnachfolge und/oder spiritueller Psychologie
  • Theologisch fundiert: ausbalanciert zwischen Gott und Mensch; Christus soll Gestalt in uns gewinnen
  • Einladend, entlastend & verheissungsvoll: Sehnsucht als gute Gabe Gottes in den Blick bekommen, die hinter unserer SĂŒnde liegende Sehnsucht als gute Gabe Gottes sehen
  • Analytisch und synthetisch: es besteht eine Spannung zwischen typologisch und individuell
  • Dynamisch: dreifache Dynamik: Partnerenergie, FlĂŒgel & typeninterne Entwicklung (in Richtung Erlösung/Reifung) „Erkenntnis der eigenen Charakterstruktur soll dazu helfen, diese Fixierung zu lockern... Das Enneagramm will ein Spiegel sein, um aufzuwachen und nicht noch tiefer einzuschlafen, sondern die gleichwertige FĂŒlle anderen Lebens zu erkennen und nicht in der Verengung und Blindheit des eigenen Musters zu verbleiben... Weg zu reiferem und mĂŒndigerem Christsein, als Unterwegs-Sein zum tieferen Selbst“
  • Keine Heilslehre: Enneagramm hat „Landkartenfunktion“, es ist begrenztes Hilfsmittel und betont Ausschnitthaftigkeit
  • Die eigene Fixiertheit auf einen Typ: regressiv bedeutet: RĂŒckzug; agressiv: Selbstgerechtigkeit; zwanghaft: „Self-fulfilling-prophecy“
  • Die Etikettierung anderer: es gilt „den Geheimnischarakter eines jeden zu wahren“
  • Die Machbarkeit der Erlösung: nein, da Hilfe von aussen wesentlich ist
  • Die Moralisierung der Erlösung: Beziehungscharakter der SĂŒnde wahren
  • Theologische Grundlegungen und Terminologie: Vermischung von Theologie und Psychologie. „Christliche Enneagrammarbeit zielt auf Umkehr und Erneuerung, die nicht ohne persönliche Beichte und Absolution erreicht werden kann“ (Dietrich Koller)
  • Analytische SchwĂ€chen: liegt hier weniger im Fokus
  • EigengeprĂ€gte Erweiterungen
  • Weitestgehende BegrĂŒndungsmöglichkeit: hilfreich zur Typenfindung sind Typisierungsinterviews „typing interviews“ oder Supervision nach Helen Palmer (Ausschlussverfahren, diagnostisches Hören und Sehen, nichtbeurteilende Selbstbeobachtung und waches Hinschauen bei sich)
  • Buchform kontra mĂŒndliche Ueberlieferung „oral tradition“: Es besteht eine grosse Nachfrage nach geistig-spiritueller Begleitung und Hilfe, der man kaum gerecht werden kann ohne BĂŒcher: Ueber 300'000 verkaufte Exemplare von Rohr/Ebert. EnneaForum, oekumenischer Arbeitskreis zum Enneagramm bildet eine zweite Generation aus. EnneagrammlehrerInnen in der mĂŒndlichen Tradition nach Helen Palmer
  • Gebrochenheit durch eigenwilligen Gebrauch: oberflĂ€chliche Neugier und Lust an Erkenntnis fĂŒhren nur zu distanzierter psychologischer Selbsthilfe und kognitiver Information ĂŒber den Menschen
  • Der gesellschaftspolitische Kontext: Einzelner Mensch von innen nach aussen verĂ€ndern beinhaltet Gefahr einseitiger Verinnerlichung und UnterschĂ€tzung der gesellschaftlich-politischen Strukturen. VerĂ€nderung fĂ€ngt beim Einzelnen an und geht hin zur Gesellschaft im Sinne von Haben zum Sein (nach Erich Fromm). Dimensionen des christlichen Glaubens sind: personal, mitmenschlich-sozial, politisch und mystisch. Legitime Mystik fĂŒhrt bis in die Politik, aber Vorrang hat das „extra nos“ (= ausserhalb von uns), dass Gott in Jesus Christus die Gnade ist!
  • Nichtchristliche UrsprĂŒnge: ist ein Problem fĂŒr Fundamentalisten. Wirkliche Vernetzung von Theologie und enneagrammatischer Arbeit ist weitgehend noch nicht erarbeitet!
  • Empirisch nicht nachweisbar: Das Enneagramm ist mehr als nur intuitiv erfahrbar. Es gibt aber wie in Psychologie, Psychoanalyse und Psychotherapie verschiedene Ebenen: Prozess, Theorie und (weltanschauliche) Konsequenzen


Die HinfĂŒhrung zur inneren Achtsamkeit, zum inneren Beobachter und zur Gnade des inneren Abstands (ab Seite 412) scheint Schulz ein zentrales Anliegen zu sein. Er greift nochmals Erich Fromm mit seiner „seinshaften PrĂ€senz“ anstelle der Habsucht auf. Anselm GrĂŒn nennt  das gleiche Geschehen „EinĂŒbung in die Nichtidentifikation“. Viel Raum nimmt dann die Auseinandersetzung mit (dem jĂŒngeren) Christoph Blumhardt ein, da sich Schulz mit ihm seit ĂŒber dreissig Jahren befasst hat und er ihn fĂŒr einflussreich auf die Entwicklung der deutschsprachigen Theologie hĂ€lt. Es geht hier spezifisch um die spirituelle Lebensgestaltung. „Merks“ heissen bei Blumhardt die Sensibilisierungen fĂŒr den Willen Gottes durch beten, hören und tun, das „innerliche Reden Gottes“ wahrnehmen oder anders gesagt „aufmerksam sein auf die innere Stimme“. Denn der Geist Christi kann EindrĂŒcke geben, auf die man sorgsam achten muss. Durch Folgsamkeit und Gehorsam wird das innerliche Reden Gottes immer vernehmlicher. Wir bekommen durch „nach innen gerichtetes Hören“ ein „Takt-, Fein- oder ZartgefĂŒhl“, ein geistliches Unterscheidungs-vermögen, das durch EinĂŒbung zunimmt.

Im selben Unterkapitel (Seite 419) verweist Schulz auf das Buch von Richard Rohr: Von der Freiheit loszulassen. Es enthĂ€lt u. a. eine Uebung von Thomas Keating, die eine didaktische und homiletische EinfĂŒhrung in die Kontemplation darstellt. Zusammenfassend definiert er Kontemplation so: „Kontemplation ist ein langer liebevoller Blick auf das, was wirklich ist. Dort wo wir nicht mehr urteilen und nicht mehr angreifen, sondern dort, wo wir einfach empfangen“.

Gesunder innerer Abstand stellt sich da ein, nach Francis Acharya, wo „Identifikationen nicht mehr die eine wesentliche und entscheidende Identifikation verdecken: die mit unserer Gottes-Kindschaft; ja, mit Gott und seiner Freiheit. Sie muss alles ĂŒberstrahlen, ihr mĂŒssen sich alle anderen Identifikationen unterordnen“.


Jörg Zink hat es 1985 in seinem viel verbreiteten Buch „Wie wir beten können“ so formuliert: „Herr, mein Wort ist nicht genug. Ich will schweigen, damit ich lerne, dein und mein Wort zu unterscheiden. Denn ich möchte dein und nicht mein eigener Mund sein. Gib du mir dein Wort“.

 

„Der transformative Impuls beim Enneagramm auf dem Weg christlicher SpiritualitĂ€t hin zur Metapher vom kosmischen Christus“ Schulz beschreibt ab Seite 427 auf etwas komplizierte Art das VerĂ€nderungspotenzial des Enneagramms in Verbindung mit christlicher SpiritualitĂ€t. Zuerst nimmt er die psychologische Erkenntnis auf, dass es beim Menschen anfĂ€nglich um Ich-Entwicklung, -Aufbau und –StĂ€rkung und erst spĂ€ter um das Loslassen des Ego geht. Seine AusfĂŒhrungen greifen weit zurĂŒck bis ins FrĂŒhchristentum:

„Und dennoch preisen will dich der Mensch, ein kĂŒmmerlicher Abriss deiner Schöpfung. Du selber reizest an, dass dich zu preisen ist; denn geschaffen hast du uns zu dir, und ruhelos ist unser Herz, bis dass es Ruhe hat in dir.“ Augustin (Seite 436).

„Die Achtsamkeit ist die Ruhe des Geistes, das Stillwerden oder das Schweigen, das durch Gottes Barmherzigkeit der Seele geschenkt wird. Sie ist die Reinigung der Gedanken, der Tempel fĂŒr die Erinnerung an Gott und die Kraftquelle zum Ertragen von PrĂŒfungen.“ Nikephoros (Seite 433).

Dann arbeitet Schulz Wolfhart Pannenbergs aktuelleres und wichtiges Werk „Christliche SpiritualitĂ€t“ ein. Pannenberg definiert SĂŒnde und VerĂ€nderung darin so: „SĂŒnde ist der gemeinsame Nenner fĂŒr all das, was dem Geist der Transformation dieses Lebens in die Herrlichkeit Gottes widersteht. ... Indem er sich identifiziert mit seiner entfremdeten Vergangenheit, setzt der Christ eine verborgene Gegenwart seines wahren Selbst im Kampf des alten Adams voraus, und retrospektiv beruft er sich auf die spĂ€rlichen Spuren des wahren Selbst, dessen er sich jetzt erfreut, in seinem damaligen Zustand als Zeugnis fĂŒr die christliche IdentitĂ€t als Befreiung des innersten Selbst der Person, die er zuvor war. ... Die Kraft des Glaubens hebt uns ĂŒber unser altes Selbst hinaus (Luther). Die lutherische Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben lehrt (nichts anderes als) die transformative Affirmation des Menschen durch Gottes Liebe.“

Der Buddhist Masao Abe sagt es so: „Der Tod des menschlichen Ichs ist wesentliche Bedingung der Erlösung“. Hier wĂ€re ein guter AnknĂŒpfungspunkt, um den Diskurs zwischen christlicher SpiritualitĂ€t, (lutherischer) Theologie und interreligiösem GesprĂ€ch zu beleben.

„Nimm meine Liebe und Scham als Busse an“ sagte Rabbi Sussja. Schulz folgert aus den Geschichten dieses Rabbis ein dreifaches Wirken des Geistes (Seite 444):

  • Einsicht meiner abgrĂŒndigen Entfremdung, SĂŒndhaftigkeit und ErlösungsbedĂŒrftigkeit (paulinische und lutherische Lehre)
  • Klarheit und Barmherzigkeit (Jesus in der Bergpredigt)
  • Gabe der unaufdringlichen geistlichen Begleitung und herzliche Sehnsucht, dass Fromme und Unfromme zu Gott hin erwachen möchten


In Teil c) geht es um "Sprachstil und Aspekte geistlicher Begleitung im Rahmen einzelner Grundmuster"

Es geht Schulz hier um die praktische Theologie, um die reflektierte Praxis der Seelsorge und geistliche Begleitung, die Rezipierung "pathologischer" Blindheiten der einzelnen Muster und um eine "therapeutisch-heilsame Grundhaltung". Jesus als Heiland und Therapeut steht da im Vordergrund. „Störung und Charisma, Verblendung und Begabung sind in der Sicht des Enneagramms aufs Engste miteinander verwoben“ (Seite 557). Zudem hĂ€lt Schulz viel von Claudio Naranjo, dessen Buch "Erkenne dich selbst im Enneagramm, die neun Typen der Persönlichkeit" 1994 in MĂŒnchen erschienen ist und bezeichnet es als "elementares Bussbuch". Auch Helen Palmer und Suzanne Zuercher werden im Rahmen der Grundmuster hĂ€ufig zitiert. Nun folgt eine stichwortartige Zusammenfassung der einzelnen Grundmuster:


Grundmuster 1: Perfektionist, Reformer

  • Programm: Perfektion und Groll
  • Tendenz zu moralischer Ueberlegenheit, moralisch gefĂ€rbte Rechtschaffenheit (Suzanne Zuercher)
  • "Predigender" Tonfall; höfliche Worte mit schneidender Stimme und LĂ€cheln mit steifer Körperhaltung (Helen Palmer)
  • aristokratisches Selbstbild und erlesenes, gönnerhaftes und herablassendes Benehmen (Claudio Naranjo)
  • Positives Ziel: "Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist" Mt 5,48
  • Negativbild: zu urteilendes und beurteilendes Denken und Reden, wie es Jesus in Mt 7,1-6 darstellt
  • lebt nach Maxime: "zuerst die Arbeit, dann das VergnĂŒgen... fĂŒrs VergenĂŒgen reicht es dann kaum mehr"
  • innerer Gutachter, Kritiker oder Richter ist zu stark ausgeprĂ€gt (integrativer Umgang mit dem inneren Kritiker lautet etwa so: „du gehörst zu mir, mit Humor schaue ich dich an“)
  • Paulus und Luther sind die grössten Theologen mit Einser-Muster: „Lass dir an meiner Gnade genĂŒgen“ (2Ko 12,9) als befreiende Antwort. Reformatorische Erkenntnis ist auch vor EINER-Hintergrund zu sehen
  • Hilfreiche Meditation: Gleichnis von der selbstwachsenden Saat (Mk 4,26-29)


Grundmuster 2: Geber, Helfer

  • Programm: Hilfsbereitschaft und Manipulation
  • Fokus: personale Beziehungsebene
  • Anvertraute durch (gute) RatschlĂ€ge lenken, Gemeinschaft erhalten und Kommunikation fliessen lassen
  • AbhĂ€ngig vom Gebrauchtwerden; Helfersyndrom und Burned-out-Effekte
  • „gnadenloses UnabhĂ€ngigkeitsstreben“, indem man bei sich nicht hinschauen will
  • Vorwurfsvolle Rechtschaffenheit
  • Hilfreiche Meditation: „Selig sind, die geistlich arm sind“ (Mt 5,3)


Grundmuster 3: Dynamiker, Erfolgssuchende, Gewinner, Selbstdarsteller, VerkÀufer

  • Programm: Leistung und Image
  • Propagandistischer Sprachstil, Geltungsdrang
  • Selbstbild: „Ich bin erfolgreicher Vertreter meiner Sache“
  • Orientierung: Effizienz, Leistung, Status, Ziel(e)
  • GespĂŒr fĂŒr Anerkennung, BestĂ€tigung und Lob durch Leistung, Erfolg und Verkauf
  • „ChamĂ€leonverhalten“: Ă€usseren Rollenerwartungen folgen, Selbstdarstellung dem Publikum anpassen
  • Furcht vor und VerdrĂ€ngung von Versagen zeigen eigentlich „Tiefe der Verunsicherung (S. Zuercher)
  • „American Way of Life“
  • OberflĂ€chlichkeit: Inneres als grosses unbekanntes Wesen oder eingesperrtes Ungeheuer
  • „Verewigung des chronischen Irrtums“ (Claudio Naranjo), Selbstbetrug, TĂ€uschung und Trance (Integration: entschleiern heisst umkehren, Wahrheit erkennen, annehmen und zulassen und so „zur Wahrheit fĂ€hig werden“ Helen Palmer)
  • „Gleichnisse sind ein Weg, um zu Menschen in Trance zu sprechen; Menschen, die sehen und hören können, es aber nicht tun“ C. Thomson: Das Jesus Enneagramm. MĂŒnchen 2000


Grundmuster 4: Aesthet, Dramatiker, Empfindsamer, Individualist, KĂŒnstler, Melancholiker, tragischer Romantiker

  • Programm: Aussergewöhnlichkeit und SentimentalitĂ€t
  • Traumatisch erlebter „Paradiesfall“: elementar verlassen werden hinterlĂ€sst Scham und Schmerz und kann zur „Self-Fulfilling-Prophecy“ werden: jemanden verlassen, sehr anfĂ€llig fĂŒr TrennungsĂ€ngste sein, masslos gekrĂ€nkt sein und in eine Scheinwelt flĂŒchten
  • Verborgenes GrundgefĂŒhl: unrettbar verloren und „Stich durchs Herz“
  • „Mir fehlt etwas, die anderen haben es, ich bin verlassen worden“ Helen Palmer
  • Sprachstil: Klatschhaftes Lamento jammervoller Geschichten
  • Die tief ausgeprĂ€gte „Seelenlandschaft“ lĂ€sst Tragödie des eigenen Lebens zelebrieren mittels intensiver Empfindsamkeit, grossem Repetoire an GefĂŒhlsregungen, Hang und Drang zum KĂŒnstlerischen, höchstes GlĂŒck und tiefste Verzweiflung durchleben, „bonjour tristesse“ (z.B. Leidensgeschichte von H. Hesse)
  • Tendenz zu Unmoral, Freiheit, Stilisierung, Inszenierung und Rollenspielen
  • Integration: Heute in Gottes Gegenwart leben und Menschen an AbgrĂŒnden gefĂŒhlvoll begleiten
  • Alttestamentliche Profeten wie Jesaja, Jeremia und Hesekiel hatten Symbolhandlungen zur dramatischen VerkĂŒndigung gebraucht. Auch Klagelieder und Josefgeschichte atmen auch das Grundmuster 4
  • „Vierer wollen nicht wirklich geheilt werden“ Clarence Thomson
  • Emotionale AbgrĂŒnde des Schmerzes und Leidens wahrnehmen und durchleben


Grundmuster 5: Beobachter, Denker, Philosoph

  • Programm: Wissen und RĂŒckzug (oder schĂ€rfer formuliert: Habsucht und Absonderung)
  • Welt der ObjektivitĂ€t, der Wissenschaft, des Forschens, der Systeme, der Segmentierung, der Isolierung, der Auseinandersetzung, der intellektuellen Argumentation, der Abhandlung, des Abstands und Gabe des Zuhörens; Motto: „Durch konzentriertes Arbeiten dem Geheimnis des Lebens auf die Spur kommen“
  • Weltsicht: „My home is my castle“ oder „Die Welt ist aufdringlich, ich brauche meine vier WĂ€nde, um nachzudenken und aufzutauchen“ Helen Palmer
  • GrundgefĂŒhl: Sparsamkeit, Minimalismus: „Weniger ist mehr“ oder „Wenn ich den kleinen Finger gebe, nimmt man mir die ganze Hand“
  • Vorgehen: subjektives Vermeiden, kontemplatives Abstandnehmen, Reduktion
  • Integration: sich einlassen, teilen, Teilnahme, Anteil geben: „Geben ist seliger als Nehmen“ (Ap 20,35)
  • Beispiele: RenĂ© Descartes mit „Cogito ergo sum“; Gerhard Testeegen, evangelischer Mystiker, „Geist des Kapitalismus“ (Max Weber)


Grundmuster 6: loyaler Skeptiker, produktiver Zweifler, „advocatus diaboli“

  • Programm: Sicherheit und Ă€ngstlicher Zweifel
  • Denkmuster und Weltsicht: Angst, Furcht, Misstrauen: Die Welt ist ein gefĂ€hrlicher Ort; geht vom schlimmsten Fall auf; Sicherheitsdenken, Pflichtbewusstsein, Schutz, Kontrolle und Aufsicht; Abwehrhaltung, binĂ€res Denken: Einteilung in Freund und Feind, Kampf zwischen Gut und Böse, Böse ausrotten (Beispiele: Hexenverfolgungen, Nazismus, TerrorismusĂ€ngste nach 11-9-01, Fundamentalismus, „Achse des Bösen“)
  • Tiefe Unentschlossenheit
  • Sprachstil: warnende Begrenzung
  • Identifizierung durch Abgrenzung und Aggression
  • Verwechseln Gewissheit und Sicherheit (Götze)
  • Kein Zugang zu verdrĂ€ngten Ängsten: die phobische Reaktion ist RĂŒckzug und Flucht, die kontra-phobische Reaktion ist Angriff und Kampf (aufgesetzte HĂ€rte verdrĂ€ngt die Angst, z. B. Kampfsport)
  • Einladung zu Vertrauen, Glaube und Mut: „FĂŒrchte dich nicht!“
  • Helen Palmer als Beispiel: sie ist seelenkundig aus Angst
  • Watzlawicks: Geschichte mit dem Hammer


Grundmuster 7: Epikureer, GlĂŒcksucher, Massloser, Optimist, TrĂ€umer, Vielseitiger

  • Programm: unbekĂŒmmerter Optimismus und nervöse AktivitĂ€t
  • Welt der positiven Einreden fĂŒhrt zu Idealismus, Verblendung und VerdrĂ€ngung
  • mit grossem Energiepotential aktiv sein bis hin zur Masslosigkeit, UnersĂ€ttlichkeit und „Völlerei“: Es ist die leidenschaftliche Suche nach Lust (Hedonismus) und ErfĂŒllung durch oberflĂ€chliche VergnĂŒgungssucht und bombardiert werden von sinnenhaften und sinnlichen Wahrnehmungen
  • Sprachstil: heitere Geschichten erzĂ€hlen und inszenieren
  • Beispiele: Salomo (Beschreibung der eigenen Masslosigkeit im Prediger), Mozart, Peter Pan und das „magische Kind“, das nicht erwachsen werden will
  • Integration: konstruktive Schmerzverarbeitung und realistischer Umgang mit Leiden lernen: Schmerz und Tragödie des eigenen Lebens zulassen und wahrnehmen, Theologie des Kreuzes; die eigene Mitte finden, NĂŒchternheit und Konzentration aufs Wesentliche, bleiben und standhalten, MĂ€ssigung und Engagement


Grundmuster 8: Boss, FĂŒhrer, KĂ€mpfer, Krieger, Starker

  • Programm: Selbstgerechtigkeit und Arroganz (Naranjo: sadistischer Charakter und die Wollust)
  • Liebt SelbstĂ€ndigkeit, FĂŒhrungsqualitĂ€ten, Verantwortung, Grösse, Macht und Idee der Gerechtigkeit
  • Hang zu Konfrontation, Schonungslosigkeit, Aggression, Dominanz, Bestrafung, Widerstand, Rebellion
  • Prangert Ungerechtigkeit, Verlogenheit und Egoismus an
  • „Die Welt ist ein ungerechter Ort. Ich verteidige die Unschuldigen. Gut, dass ich stark bin“ Helen Palmer
  • Sprachstil: StreitgesprĂ€ch, holzschnittartige und „schwarz-weiss“-Argumentation, Klarheit, Arroganz, Bevormundung
  • Biblische Referenzen: Lamech (Rache), „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, Deborah, Jael, David, Simson (Richter 4-16), „Er stösst die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen“ (Lk 1,15), „Donner-söhne“, die Zebedaiden, Jakobus (Mk 3,17 & Lk 9,52 rachsĂŒchtige Vergeltung), Santiago, Spanien
  • Integration: nicht Widerstand leisten (Mt 5,38), Diener werden (Mt 20,25-28), MitgefĂŒhl, EinfĂŒhlungsvermögen und Gemeinsamkeiten entwickeln, Kompromisse und Gemeinschaft eingehen


Grundmuster 9: Bewahrer, Friedliebender, UrsprĂŒnglicher, Vermittler

  • Programm: Friedfertigkeit und trĂ€ge UnschlĂŒssigkeit (Naranjo: psychospirituelle TrĂ€gheit und ĂŒbertriebene Anpassung)
  • Liebt Harmonie, Geselligkeit, Frieden, Versöhnung, Ruhen in sich selbst, nichtdirektive GesprĂ€chsfĂŒhrung (Rogers) und „ich weiss, dass ich von dir nichts weiss“
  • Hat Schwierigkeiten, den eigenen Standpunkt zu definieren infolge Symbiose, Fortsetzung Mutterbeziehung, Störung der Ich-Grenzen, Verschmelzung mit dem Partner und eigene Ziele zu erreichen wegen mangelndem Ehrgeiz
  • Lebt aus zweiter Hand: vergessen, vermeiden, verpassen, versĂ€umen, verschlafen, verzögern; VernachlĂ€ssigung des eigenen, tiefen Selbst, vergrĂ€bt SchĂ€tze
  • Sprachstil: Saga, breit, episch, behutsam, plĂ€tschernd, detailverloren, langweilig, romanhaft, weitschweifig, stereotyp, scherzhaft
  • Biblische Figur: Jona, der im Schiff in den Tiefschlaf fĂ€llt und wartend unter dem Baum sitzt
  • Gabe: geistesgegenwĂ€rtiges Dasein und Hingabe (Riso)
  • Integration: wahrer Friede kommt erst nach Konfrontation (Mt 10,34); PrioritĂ€ten setzen und ĂŒberprĂŒfen; kĂ€mpfen lernen, Tat: „Anders werden durch Reifung statt Sein“


Das Schlusswort ist das Motto der MĂŒnsterschwarzacher Mönche: „Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst; ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, die Gott mit dir hat.“ Dem ist nichts anzufĂŒgen!