«Herr des Universums und der Universität»

«Herr des Universums und der Universität»

von Fritz Imhof | 19.08.2011

Mit starker Schweizer Beteiligung fand vom 26. Juli bis 3. August in Krakau/Polen die 18. Weltversammlung der International Fellowship of Evangelical Students (IFES) statt. Die Schweizer Delegation hat daraus Zielsetzungen für die Arbeit in Unis und Mittelschulen formuliert.

Das Treffen stand unter dem Motto «Jesus Christ – Lord of the Universe, Lord of the University» und vereinigte über 600 Delegierte aus etwa 130 Ländern. Aus der Schweiz reisten 12 Teilnehmer an, darunter zwei VBG-Vertreter und drei Studierende aus der Deutschschweiz.

Erstmals im ehemaligen Ostblock

Erstmals trafen sich die Delegierten der alle vier Jahre stattfindenden Weltversammlung in einem Land des ehemaligen Ostblocks.
Nach Worten des deutschen Konferenzdirektors und IFES-Leiters für Westeropa, Martin Haizmann, wurden die Vertreter der nationalen Studentenmissionen ermutigt, Studierende mit dem Evangelium bekannt zu machen, aber auch als Christen für die Universitäten mehr Verantwortung zu übernehmen: «Im gesamten Lebensbereich Uni gibt es nichts, was nicht auf Jesus Christus bezogen werden muss: Die Studierenden, ihre Weltanschauung und ihr Lebensstil, die Forschung, die Gestaltung der Uni als Lebenswelt», so Haizmann.

Die Schweizer Delegation trat am 1. August in den Landesfarben auf.

Bedeutung des Bibelstudiums soll wachsen

In den Bibelarbeiten setzten sich die Konferenzteilnehmer u.a. mit Texten aus der Offenbarung auseinander. Um das Bibelstudium in den christlichen Studentengruppen weltweit zu stärken, hat die IFES das Amt des «Secretary for Scripture Engagement» eingeführt.
Diese Aufgabe übernimmt zum 1. September 2011 Sabine Kalthoff, die bis 2010 die Hochschul-SMD in Deutschland leitete und nun in die IFES wechselt. Auch in den Bibelgruppen der VBG solle das Bibelstudium vermehrt praktiziert werden, betonten die beiden an der Konferenz beteiligten VBG-Mitarbeitenden Annina Pfister und Christoph Egeler. Ebenso solle die Evangelisation an Unis und Mittelschulen verstärkt werden.  

Aufbruch in Osteuorpa

Über die Nöte christlicher Studierender aus Ländern, in denen Studentenarbeit nur im Untergrund stattfinden kann, hörten die Teilnehmer ausführliche Berichte. Die polnische Studentenbewegung ChSA wurde erst vor 20 Jahren nach dem Abbruch des Eisernen Vorhangs Mitglied der IFES.

Um an den missionarischen Aufbruch nach diesem Ereignis zu erinnern, waren zahlreiche ehemalige Hauptamtliche nach Krakau eingeladen, die in den Ländern des Ostblocks Pionierarbeit geleistet hatten.

Generell habe sich in Osteuropa in den letzten 20 Jahren sehr vieles verändert, betonten die beiden VBG-Mitarbeitenden. Zwei von vier neu in die IFES aufgenommene Studierendenarbeiten stammen aus diesem Raum: Aus Bosnien-Herzegowina und Slowenien. Die Konferenzleitung bedauerte demgegenüber, dass Delegierte aus einigen afrikanischen Ländern kein Visum für Polen erhielten.

Die IFES ist die Dachorganisation für mehr als 150 nationale christliche Studentenbewegungen mit insgesamt rund 500.000 christlichen Studierenden. In der Schweiz ist die VBG (Vereinigte Bibelgruppen) an allen Universitäten und in vielen Mittelschulen sowie durch zahlreiche Arbeitsgruppen unter Lehrpersonen und Akademikern aktiv. In der Westschweiz ist die GBEU (Bibelgruppen an den Universitäten) ebenso Mitglied der IFES.

Die Schweizer Delegation