Podiumsdiskussion: Darf man in der Schule glauben?

Podiumsdiskussion: Darf man in der Schule glauben?

03.11.2010

Die Debatte um Religion im Klassenzimmer ist stark ideologisch geprägt. Für sachliche Entscheide ist der Dialog jedoch unumgänglich. Aus diesem Grund initiiert die interkonfessionelle christliche Bewegung VBG eine Podiumsveranstaltung, die klären und zwischen den verschiedenen Weltanschauungen vermitteln will.

"Viele Mitspieler in der Schule fühlen sich unsicher, wenn es um Glaubensfragen geht", beobachtet der Heilpädagoge Matthias Kägi, einer der Initianten der Podiumsdiskussion. "Die Schweiz braucht eine Gesprächskultur, die diesen Fragen sachlich und kompetent auf den Grund geht. Denn eine radikale Verbannung des Glaubens aus der Schule, wie das in Frankreich der Fall ist, entspricht nicht der schweizerischen Auslegung der Religionsfreiheit."

Christen fordern offenen Dialog

Soll Religion an den öffentlichen Schule ein Thema sein – und wenn ja, wie soll über Religion gesprochen werden? Diese Frage steht im Zentrum des Podiums, das am 9. November im Auditorium der Uni Bern stattfindet. Die Veranstaltung wird organisiert von der interkonfessionellen christlichen Bewegung VBG und unterstützt von den Reformierten Kirchen Bern – Jura – Solothurn.

An der Podiumsveranstaltung nehmen teil

  • Hans Ambühl, Generalsekretär der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz
  • Anton Strittmatter, Pädagogische Arbeitsstelle des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer
  • Georg Schmid sen., Evangelische Informationsstelle Kirche – Sekten – Religionen
  • Kadriye Koca-Kasan, interkulturelle Mediatorin des Teamprojekts "Christen und Muslime im Dialog"
  • Martina Meier, Gymnasiallehrerin, Initiantin der Arbeitsgruppe "Bildung und Aufklärung"
  • Daniel Kummer, Gymnasiallehrer, Mitarbeiter des Bereichs Pädagogik der VBG

Der Anlass wird moderiert von Markus Häfliger, Redaktor der "NZZ am Sonntag".

Podiumsveranstaltung „Darf man in der Schule glauben?“
Dienstag, 9. November 2010, 18:30 – 20:00
Universität Bern, Auditorium Maximum, Hauptgebäude, Hochschulstr. 4