Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

von Allan & Barbara Pease |

Mit "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" und "Warum Männer lügen und Frauen Schuhe kaufen" haben Allan und Barbara Pease Millionen von Lesern die kleinen, aber bedeutenden Unterschiede zwischen Mann und Frau erklärt.
Pease, Allan & Barbara. Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken. Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen. ISBN 3548369944. Ullstein 2003. 396 Seiten.

Eine Buchzusammenfassung von Felix Ruther

Männliche und weibliche Wahrnehmung

  • Soziales Wahrnehmen:
    Eine Frau merkt sofort, wenn eine andere Frau traurig oder gekränkt ist. Männer müssen in der Regel erst erleben, dass sie schluchzend in Tränen ausbricht, einen Wutanfall bekommt oder ihm eine Ohrfeige gibt, bevor er langsam begreift, dass etwas nicht in Ordnung ist. Frauen haben viel feinere Sensoren (männliche Hirne im Ruhezustand sind zu 70% heruntergefahren, weibliche Hirne zeigen auch im Ruhezustand 90% Aktivität).
    Frauen nehmen nonverbale Signale viel genauer wahr. So schaffen es die wenigsten Männer eine Frau von Angesicht zu Angesicht zu belügen. Die Frauen entdecken die Lüge. Die Männer dagegen nehmen solche Lügen viel seltener wahr.
    Frauen verstehen auch viel rascher, weshalb ein Kleinkind schreit.
    In einer Gesellschaft entdecken sie viel leichter, wie die einzelnen Beziehungen laufen. Männer untersuchen den Raum zuerst nach möglichen Ausgängen und Installationen.

  • Hören:
    Frauen hören besser, können aber die Richtung weniger genau orten als die Männer. Frauen können auch besser verschiedene Dinge zur gleichen Zeit hören. Männer müssen beim Telefonieren meist den Raum verlassen oder den TV leiser stellen.
    Frauen nehmen Tonhöhenschwankungen viel besser wahr und damit auch die Gedanken zwischen den Zeilen.

  • Sehen:
    Frauen können Farben viel besser wahrnehmen (mehr Zäpfchen in der Netzhaut); sie besitzen auch ein grösseres peripheres Gesichtsfeld. Männer dagegen besitzen so etwas wie einen Tunnelblick. Sie sehen klar und deutlich, was vor ihnen liegt und das auf weitere Distanz (mehr Knaben durch Verkehrsunfälle getötet)
    Z.B. Wo ist der Butter? Frauen sehen besser im Überblick. Sie haben daher weniger Autounfälle, die durch ein von der Seite kommendes Fahrzeug entstehen. (Frauen parken weniger gut ein, weil ihre räumliche Wahrnehmung nicht so gut ist, wie beim Mann).

  • Hautsensoren:
    Die Haut der Frau ist mindestens zehnmal so berührungs- und druckempfindlich wie die eines Mannes. Frauen berühren sich während einer Unterhaltung 4-6-mal häufiger als Männer. Wenn Frauen sich ihren Männern nähern, dann möchten sie meist keinen Sex sondern suchen die Berührung. Männer, die unter Druck stehen, meiden dagegen Berührungen. Frauen brauchen diese Berührungen (auch Kinder) um emotionell gesund zu bleiben (z.B. Depressive Frauen wurden rascher gesund, wenn sie öfter „geherzt“ wurden.)
    Männer haben wirklich ein dickeres Fell (daher im Alter auch weniger Falten). Wenn ein Mann sich auf eine Aufgabe konzentriert sinkt seine Schmerzempfindlichkeit stark. Im Ruhezustand ist er aber viel schmerzempfindlicher als eine Frau.

  • Geschmackssinn:
    Frauen nehmen süss besser wahr (Vorliebe für Schokolade), Männer dagegen salzig und bitter (Vorliebe für Bier).

  • Geruchssinn:
    Frauen haben auch einen besseren Geruchssinn al die Männer - besonders um die Zeit des Eisprunges.

Fazit

In ihrer Welt der besseren Sinneswahrnehmung erwartet die Frau von ihrem Mann einfach, dass er ihre nonverbalen Signale deutet und ihr alle Bedürfnisse sozusagen „von den Augen ablesen“ kann - wie das eben eine Frau täte. Sie geht stillschweigend davon aus, dass ein Mann einfach weiss, was sie will oder braucht, und wenn er dann den Einsatz verpasst, wirft sie ihm vor, er sei gefühllos und habe von nichts eine Ahnung. Die Männer beklagen sich daher oft: „Ich kann doch nicht Gedanken lesen!“

Das muss aber nicht so bleiben!

Verschiedenheit im Hirn

Die rechte Hirnhälfte, die kreative, steuert die linke Körperhälfte sowie visuelle Informationen, während die linke Hirnhälfte für die Logik, Vernunft, Sprache (vor allem beim Mann) und die rechte Körperhälfte zuständig ist.

Männer verfügen über spezielle Regionen, die für die räumliche Wahrnehmung zuständig sind. Sie können sich daher im Allgemeinen besser orientieren. Ein Mann kann z.B. meist ohne lange nachdenken zu müssen angeben, wo Norden ist.

Frauen besitzen mehrere Regionen für die Sprache. Männer erleiden 3-4-mal so häufig einen Sprachverlust bei Hirnverletzungen der linken Seite.

Frauen besitzen mehr Vernetzungen im Hirn. Das erklärt die Fähigkeit der Frauen, mehrere, in keinem Zusammenhang stehende Tätigkeiten, gleichzeitig ausführen zu können.

Männerhirne sind spezialisierter mit vielen kleinen Schubladen. So sind die Männer darauf ausgerichtet, sich voll und ganz einer einzigen Aufgabe zu widmen. Männer tun daher gerne eines nach dem anderen, weil in ihrem Gehirn weniger Vernetzungen zwischen der linken und rechten Hirnhälfte bestehen. Zudem ist ihr Hirn auch in mehr Teilbereiche aufgeteilt als bei den Frauen. So ist der Mann fast taub, wenn er liest.

Das Gehirn der Frau ist auf den Multitaskbetrieb ausgerichtet. Sie kann mehrere Sachen gleichzeitig tun.

Kommunikationsverhalten

Mädchen fangen nicht nur früher an zu sprechen, sie verfügen im Alter von drei Jahren auch über den viel grösseren Wortschatz als die Männer. Meist reden sie auch verständlicher. In der Logopädie findet man daher auch viel mehr Knaben als Mädchen. Mädchen lernen Fremdsprachen  auch müheloser als Knaben.


Weil die Männerhirne stärker in Einzelbereiche aufgeteilt sind, können sie Informationen besser trennen und speichern. Auch kann ein Mann daher am Ende eines Tages Informationen einfach in einer Schublade ablegen. Frauen werden ihre Probleme eher los, wenn sie darüber reden können. Wenn eine Frau also am Ende des Tages redet, sucht sie keine Lösungen und will auch keine Schlüsse ziehen, sie will sich einfach nur ihre Probleme von der Seele reden. Frauen denken eben gerne laut. Sie lassen damit andere an ihren Gedanken teilhaben. Der Mann meint dann aber, dass die Frau ihm eine Liste von Problemen vorlege, die er für sie lösen soll. Männer schätzen es daher, wenn die Frau nicht einfach drauflos redet, sondern mit dem Mann eine Zeit für den Austausch abmacht und ihm auch sagt, dass er nur Zuhören soll und sie keine Lösungsvorschläge von seiner Seite erwarte. Denn, wenn Männer Probleme haben, dann reden sie meist nicht darüber, denn das Reden stört sie bei der Lösungsfindung.

Männer müssen lernen einfach zuzuhören und keine Lösungsvorschläge abzugeben.

Frauen müssen lernen, dass Männer nicht so gerne über ihre Probleme sprechen - es sei denn, dass sie einen Lösungsvorschlag von ihnen erwarten. Sie sollen daher das Schweigen der Männer nicht als Desinteresse auslegen. Wenn ein Mann schweigt, geschieht es leicht, dass eine Frau sich ungeliebt fühlt.

Für eine Frau hat das Sprechen immer auch den Sinn, Beziehung zu pflegen. Männer dagegen sehen den Sinn des Redens darin, ihrem Gesprächspartner Fakten und Informationen zu übermitteln. Das gilt auch fürs Telefonieren.

74 Prozent aller berufstätigen Frauen (sie können einen Teil ihres Kommunikations-Bedarfes am Arbeitsplatz stillen), und 98 Prozent aller Frauen, die zu Hause bleiben, nennen als grössten Fehler ihrer Männer deren Widerwillen zu reden, besonders am Ende des Tages.

Wenn Männer besser mit Frauen auskommen möchten, dann müssen sie aber lernen, mehr zu reden.


Wenn Frauen miteinander reden, dann können sie normalerweise gleichzeitig über ganz verschiedene Dinge sprechen. Sie können auch simultan reden und hören. Sehen  sich Frauen zusammen einen Film an, dann reden sie meist beständig. Männer können aber nur entweder reden oder fernsehen. Sie sprechen auch lieber über nur ein Thema. Das sollten sich die Frauen merken.

Die Sätze der Männer sind kürzer und klarer strukturiert als die einer Frau. in einer gemischten Gruppe sollte man sich daher sicherheitshalber die männliche Satzstruktur wählen, um seine Aussagen zu erläutern. Die Redeweise der Männer verstehen auch die Frauen, während Männer es schwieriger finden, dem auf mehreren Ebenen ablaufenden Sprechakt einer Frau zu folgen. in einer Gemischten Runde sollte die Frau nur ein Thema aufs Mal anschneiden und möglichst logisch argumentieren, sonst geht sie mit ihren Argumenten nur zu rasch unter.

Da die Männer beim Reden hauptsächlich Fakten austauschen möchten, verwenden sie mehr exakte Formulierungen und Definitionen. Männer benutzen die Sprache um miteinander zu wetteifern. Frauen verwenden Worte um Anteilnahme zu zeigen, Gemeinschaft herzustellen und Beziehungen zu festigen. Worte sind für sie so etwas wie Belohnungen. Um Beziehungen zu festigen bedienen sie sich eher einer indirekten Ausdrucksweise. Sie deuten das, was sie wollen nur an. Da Männer sehr direkt kommunizieren nehmen sie fast alles wörtlich. Sie haben auch Mühe indirekt angedeutete Bedürfnisse zu erkennen. Diese Verschiedenheit führt oft zu unnötigen Problemen und Missverständnissen zwischen Mann und Frau. So scheint ein Mann einer Frau gegenüber kurz angebunden und fast unhöflich zu sein, obwohl er nur in seiner gewohnten Weise ein Problem anspricht. Oder die Frau glaubt, der Mann nehme ihre Bedürfnisse nicht ernst. Frauen erscheinen den Männern als Quasseltanten, die sehr ungenau und verschlüsselt reden.

Wenn Frauen mit Männern besser auskommen möchten, müssen sie lernen,  strukturierter und direkter zu sprechen. Lieber ein Nein oder ein Ja auf die Frage: Wirst du mir das machen? als ein unwilliges Ja auf die Frage: Kannst du mir das machen?

Räumliches Vorstellungsvermögen

Gehirn-Scans haben ergeben, dass das räumliche Vorstellungsvermögen bei Männern in der rechten vorderen Gehirnhälfte angesiedelt und eine der am stärksten ausgebildeten Regionen des männlichen Gehirnes ist.

Das räumliche Vorstellungsvermögen ist bei den Frauen in beiden Gehirnhälften abgesiedelt, und ist nicht so stark ausgebildet wie bei den Männern. Es macht Frauen daher meist keinen Spass, sich mit einer Tätigkeit zu beschäftigen, die eben diese Fähigkeit erfordert (Sportarten wie Golf, Darts etc.; Berufe wie Physikerin etc.). Ganz anders die Männer. Haben sie sich mal für einen Beruf entschieden, in dem es auf das räumliche Vorstellungsvermögen ankommt, dann wechseln sie in der Regel nicht zu anderen Tätigkeiten. Männer behalten auch ihre Freude an Spielzeugen, die irgendwie piepen, blinken und mindestens grosse Batterien brauchen.

Männer können auch besser Betriebsanleitungen lesen. Eine Studie zeigte, dass 68% der Männer einen Videorecorder allein unter Zuhilfenahme der Anleitung programmieren konnten. Bei den Frauen schafften es nur 16%. Daher finden sich wenige Frauen in Mechanikerberufen etc.

Männer können nicht nur besser Kartenlesen, sie können sich auch leichter vorstellen, ob ein neues Möbelstück überhaupt in die Wohnung passt oder nicht. Wenn man eine Frau von einem Plan überzeugen will, dann sollte man ihr ein dreidimensionales Modell vorlegen.

Wollen Sie glücklich leben, dann bestehen Sie niemals darauf, dass eine Frau eine Karte oder einen Stadtplan für Sie liest. Einer Frau gegenüber sollte man auch nicht abstrakte Richtungsangaben machen (fünf km nach Süden, dann 4 km nach westen ...). Stattdessen sollte man sich an bekannte Orientierungspunkte halten (beim Mcdonald nach rechts etc.).

Durchschnittlich parkieren 82% der Männer exakt am Randstein bei Frauen liegt die Quote bei 22%.

Frauen bearbeiten mathematische Probleme meist mit der linken Gehirnhälfte, was sie nicht nur langsamer macht, sondern auch erklärt, warum so viele Frauen  vor sich hin murmeln, wenn sie über einer mathematischen Funktion brüten.

Allgemeines

  • Männer wollen Ergebnisse. Sie wollen Ziele erreichen, wollen Status und Macht, sowie die Konkurrenz schlagen. Meist wollen sie auch ohne lange zu fackeln, zum Wesentlichen (Sex) vordringen.
  • Das Bewusstsein der Frau konzentriert sich mehr auf Kommunikation, Zusammenarbeit, Harmonie, Liebe, das Miteinander und die Beziehungen der Menschen zueinander.
  • Jungs sind objektbesessen, Mädchen subjektbesessen. Jungs konkurrieren, Mädchen kooperieren. Mädchen reden untereinander darüber, wer mit wem verbandelt ist, also über Beziehungen. Knaben reden über Sachen und Tätigkeiten.

Bei den Männern werden die Gefühle in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet. Das bedeutet, dass sie getrennt von anderen Funktionen verarbeitet werden können. Während einer Auseinandersetzung kann ein Mann weiterhin logisch argumentieren um dann auf räumliche Lösungen umzuschalten, ohne dabei emotional werden zu müssen. Eine Frau dagegen aktiviert die Gefühle zusammen mit den meisten anderen Gehirnfunktionen. Sie kann weinen und einen platten Reifen wechseln.  Wenn Männer emotional werden müssen, dann werfen sie leicht mit bissigen Worten um sich oder werden gar handgreiflich. Frauen reden dann am liebsten.

Wenn eine Frau Probleme in ihren Beziehungen hat, kann sie sich nur schwer auf die Arbeit konzentrieren. Männer können sich nicht auf ihre Beziehungen konzentrieren, wenn sie am Arbeitsplatz Probleme haben. Das zeigt, dass die Frauen meist die Beziehung höher werten und die Männer die Arbeit. Wenn Frauen unter Druck sind, dann möchten sie lieber reden. Männer unter Druck schweigen lieber. Sie will reden und schmusen. Er will dasitzen und nachdenken. Leicht kann die Frau sein Verhalten als Desinteresse auslegen, und der Mann findet ihr Verhalten einfach lästig.


Männerhirne suchen immer etwas, das sie flicken können. Wenn nun eine Frau seine Liebe einfordert, dann drückt er diese Liebe in einer Tätigkeit aus. „Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verliess ihn - weil er nie zu Hause war.“


Der Mann will seine Frau versorgen. Ihre Anerkennung ist für ihn dann der Erfolg. Wenn sie Glücklich ist, ist das für ihn die Erfüllung. Ist sie unglücklich, fühlt er sich als Versager. Frauen verlassen ihre Männer aber nicht, weil sie unglücklich sind, mit dem was er ihnen bietet, sondern weil sie emotional nicht ausgefüllt sind. Eine Frau braucht Liebe, Romantik und das miteinander Reden (vor allem muss er echt zuhören können). Ein Mann muss immer wieder von seiner Frau hören, dass das, was er macht Klasse sei, und dass ihr das, was er ihr zu bieten hat, genügt. Wenn ein Mann Unrecht hat, fühlt er sich wie ein Versager, weil er nicht in der Lage war, seine Aufgabe zu erfüllen. Männer fassen einen wohlgemeinten Verbesserungsvorschlag allzu leicht als persönliche Kritik auf. So meinen sie dann, dass die Frau ständig an ihm herumkritisiere. Wenn eine Frau sagt: Halt doch an und frag` nach dem Weg. Dann hört er: Du bist unfähig und kannst dich nicht einmal orientieren.

Männer denken oft, dass man sie nicht mehr liebt, wenn sie einen Fehler zugeben. In Wirklichkeit liebt eine Frau einen Mann nur umso mehr, wenn er zugibt, dass er Fehler macht.

So können denn die Männer ihre Gefühle nicht gut zeigen, weil sie meinen, dass das Zeigen von Gefühlen eine Schwäche sei.

Männer wollen ihre Probleme selber lösen - daher sind sie auch gerne alleine beim nachdenken. Sie Fragen nur um Hilfe, wenn sie glauben, der andere habe eine bessere Lösung. Männer leisten daher Widerstand, wenn die Frauen möchten, dass sie über ihre Probleme reden. Sie fassen das als Kritik auf oder fürchten, dass die Frau sie für unfähig hält.

Wenn eine Frau aufgeregt ist, dann will sie keine Lösungsvorschläge hören, sie will nur, dass der Mann zuhört und das auch zeigt.

Weil Männer immer etwas tun müssen, können Mütter mit ihrem Söhnen leichter ins Gespräch kommen, wenn sie zusammen etwas tun. Jungen mögen auch keinen übertriebenen Blickkontakt (dies gilt auch für Männer).


Wenn Männer unter Stress sind, handeln sie ohne zu denken und reden nicht mehr. Frauen tun dann das Verkehrteste, wenn sie die Männer nötigen wollen über die Probleme zu reden. Zuerst muss er sich zurückziehen. Eine Frau kann das sehr verwirren, weil sie sich nur bei extremen Verletzungen zurückzieht. Sie geht dann davon aus, dass es dem Mann auch so schlecht gehen muss und will ihm helfen - verbal.

Frauen unter Stress, reden ohne zu denken. Wenn nun ein Mann nicht zuhört, dann fühlt sich eine Frau ungeliebt. Wenn eine sehr verletzte Frau sich zurückzieht, dann denkt der Mann, sie will nur ihre Ruhe. Er kann sogar mit seinen Freunden ausgehen. Das wiederum verletzt die Frau noch mehr.

Sexualität

Der männliche Geschlechtstrieb ist wie ein Gasherd: er brennt sofort und kann ebenso rasch wieder abgedreht werden. Vom Kaltstart bis zum Orgasmus brauchen sie im Durchschnitt nur 2-3 Min. Der weibliche Geschlechtstrieb ist wie ein Elektroherd: Er erwärmt sich nur langsam, und es dauert lange bis er wieder abkühlt. Eine Frau braucht durchschnittlich 13 Min bis zum Orgasmus.

Der männliche Geschlechtstrieb erreicht mit 19 seinen Höhepunkt und sinkt dann ab. Bei Frauen erreicht der Geschlechtstrieb seinen Höhepunkt zw. 35 und 45. In dieser Zeit kann es daher vorkommen, dass die Frau mehr Lust auf Sex hat als der Mann. Sonst ist es meist umgekehrt. Nach Kinsey denken 37% der Männer  alles 30 Min. an Sex, beiden Frauen sind es nur 11%.

Bei den Frauen tragen psychologische Faktoren wie Vertrauen, Nähe und allgemeines Wohlbefinden dazu bei, dass sie Sex wünschen. Bei den Männer kann dieser Wunsch überall und zu jeder Zeit auftauchen: Frauen brauchen einen Grund, Männer einen geeigneten Ort. So suchen Frauen unter Stress ganz selten sexuelle Entspannung. Für Männer im Stress ist aber Sex so etwas wie eine Beruhigungstablette. Wenn beide im Stress sind, wir er sie anmachen und sie ihn als gefühllosen Sexprotz beschimpfen.


Frauen wollen Sex mit dem Mann, den sie lieben. Männer wollen einfach Sex. Umfragen zu Häufigkeit:

Alter: 20-30: 144 Mal pro Jahr / 30-40: 122 / 40-50: 78 / 50-60: 63 / 60-70: 61

In Umfragen bezeugten ca. 60 % der Paare ihre Zufriedenheit mit dieser Häufigkeit. Man fand auch heraus, dass man umso weniger Sex möchte, je intelligenter man ist.


Die Testosteronproduktion des Mannes ist am Morgen am grössten, am Abend ist sie um 30% niedriger - damit auch die Lust auf Sex. Frauen haben während der Zeit des Eisprunges am meisten Lust auf Sex


Der Mann braucht Abwechslung (wie die anderen Säugetiermänner ist er darauf programmiert, möglichst viele Weibchen zu begatten). Daher lieben Männer in monogamen Beziehungen die Abwechslung und Neuheiten, wie z.B. sexy Unterwäsche. Eine Untersuchung zeigte, dass Frauen, die immer wieder neue aufreizende Dessous tragen, im Allgemeinen viel treuere Männer haben als Frauen mit züchtiger Unterwäsche.

Männer werden über die Augen stimuliert, Frauen über ihre Ohren. Erotische Bilder haben daher eine grosse Wirkung auf den Mann. Sie lieben es daher, beim Sex etwas zu sehen. Frauen schliessen oft die Augen, wenn man ihnen liebe Worte ins Ohr flüstert und ziehen Sex in der Dunkelheit vor. Männer reagieren daher normalerweise auf lange Beine und Rundungen. Jede beliebige Frau mit den richtigen Proportionen zieht die Aufmerksamkeit des Mannes auf sich. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Mann sofort zu der anderen Frau rüberlaufen und sie ins Bett schleifen will. Es erinnert ihn lediglich daran, dass er ein Mann ist. Ein Mann, der eine andere Frau betrachtet muss also nicht notwendigerweise seine Ehefrau nicht mehr mögen. Eines der schönsten Komplimente, das ein Mann seiner Frau machen kann, ist, einer anderen Frau nicht unverhohlen lüstern nachzublicken, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, sondern seiner Frau beim Anblick einer attraktiven Frau ein Kompliment zu machen wie z.B.: Na ja, sie hat zwar tolle Beine, aber wetten, dass sie keinen Sinn für Humor hat. Eine Frau muss verstehen lernen, dass ihm seine Biologie keine andere Wahl lässt, auf bestimmte weibliche Formen zu reagieren, und dass sie sich dadurch nicht bedroht zu fühlen braucht. Der Mann muss verstehen lernen, dass keine Frau es schätzt, wenn sie sieht, wie er anderen Frauen hinterher schielt.


A) Was erwarten Frauen von einem Mann auf längere Sicht:

  1. Persönlichkeit
  2. Humor
  3. Einfühlungsvermögen
  4. Köpfchen
  5. Guter Körperbau


B) Was Männer glauben, was Frauen erwarten:

  1. Persönlichkeit
  2. Guter Körperbau
  3. Humor
  4. Einfühlungsvermögen
  5. Gutes Aussehen


C) Was Männer von einer Kandidatin für eine längere Beziehung erwarten:

  1. Persönlichkeit
  2. Gutes Aussehen
  3. Köpfchen
  4. Humor
  5. Gute Figur


D) Was Frauen glauben, was Männer erwarten:

  1. Gutes Aussehen
  2. Gute Figur
  3. Busen
  4. Hintern
  5. Persönlichkeit


Das zeigt, dass die Frauen viel weniger wissen, was die Männer eigentlich wollen. Liste A sind Kriterien einer Frau für eine kurzfristige und langfristige Beziehung. Für den Mann ist das anders: Liste D zeigt, worauf ein Mann bei einer Frau achtet, wenn er ihr das erste Mal begegnet (das bemerkt die Frau zuerst). Liste C sind die Kriterien für eine langfristige Beziehung. Männer wollen Sex, Frauen wollen Liebe. Diese Tatsache ist die Quelle von Unzufriedenheit und Zwietracht. So ist der Orgasmus das Ziel für die Männer. Da sie erwarten, dass das für die Frau auch so sei, können sie nicht verstehen, dass sie auch ohne Orgasmus befriedigt sein kann. Um die Zeiten des Eisprunges herum sucht die Frau eher den Orgasmus. In den Zeiten zwischen dem Eisprung sucht die Frau mehr Zärtlichkeit und Streicheleinheiten. Für eine Frau ist der Orgasmus ein zusätzlicher Bonus aber nicht Pflicht. Die erogenen Zonen des Mannes beschränken sich auf den einen Ort. Nun meint er, dass das bei der Frau auch so sei und grapscht ihr nach dem Busen oder zwischen die Beine. Frauen mögen aber gestreichelt werden. Das wiederum mag der Mann weniger.


Männer zeigen ihre weichere Seite oft nach dem Sex. Ein Mann sollte jedoch wissen, dass eine Frau eben diese Nach-dem-Sex-Seite an ihm besonders liebt und unsagbar verführerisch findet. Männer schlafen aber oft nach dem Sex ein, weil sie entspannt sind. Frauen finden das dann ärgerlich und haben das Gefühl, dass er sich nicht um ihre Bedürfnisse kümmere. Männer dürfen nicht vergessen, dass Frauen viel Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Zeit brauchen, um ihren Elektroherd anzuschmeissen. Und Frauen müssen bedenken, dass Männer ihre Gefühle viel eher nach dem Sex äussern können.

Für die Frau ist das Reden ein wichtiger Teil des Vorspieles. Der Mann wird während des Aktes durch Reden gestört. Was er schätzt sind die positiven Rückmeldegeräusche.


Was Frauen anmacht:

  1. Romantik
  2. Bereitschaft, Verpflichtungen einzugehen
  3. Miteinander
  4. Intimität
  5. Zärtlichkeit ohne sexuellen Hintergrund


Was den Mann anmacht:

  1. Pornographie
  2. weibliche Nacktheit
  3. Abwechslung beim Sex
  4. Reizwäsche
  5.  Verfügbarkeit der Frau


Eine Frau, die einen Mann wegen seines Bedürfnisses nach visueller Stimulation kritisiert, ist nicht besser als ein Mann, der eine Frau kritisiert, weil sie mit ihm reden oder einen netten Abend in einem Restaurant verbringen will. Wenn beide die gegenseitigen Grundbedürfnisse verstehen und akzeptieren, dann kann das viel Leid ersparen. Ein Mann muss auch anerkennen, dass es ihm vielleicht weniger Umstände macht, einen romantischen Abend zu organisieren, als einer Frau, sich Strapse anzuziehen und am Kronleuchter durchs Zimmer zu schwingen.


Verliebtheit ist die Phase, in der sich eine Person in dein Gehirn einschleicht und du sie einfach nicht mehr rausbekommst. Dein Gehirn nimmt nur die positiven Eigenschaften der angebeteten Person wahr. Das Hirn schüttet dabei einen Hormoncocktail aus (Sexsüchtige sind von diesem Cocktail abhängig). Verliebtheit ist aber nur vorübergehend (3-12 Monate). Es ist aber nicht Liebe. In Wirklichkeit ist es nichts anderes als ein biologischer Trick der Natur, mit dem gewährleistet wird, dass eine Frau und ein Mann lange genug zusammenbleiben, um Nachwuchs zu zeugen. Die Gefahr dieser Phase ist es, dass ein Paar glaubt, ihr Geschlechtstrieb sei perfekt aufeinander abgestimmt. Der eigentliche Unterschied zeigt sich aber, wenn der Hormoncocktail nicht mehr allesbestimmend ist. Wenn die Verliebtheit der Realität Platz macht, kommt es entweder zum Bruch, oder zur Phase der Verbundenheit, bei der es hauptsächlich darum geht, eine kooperative Bindung aufzubauen, die lange genüg hält, um gemeinsam Kinder grosszuziehen.


Liebe macht blind. Das stimmt vor allem für Männer unter einem Testosteronrausch. Da im Gehirn einer Frau die Zentren für Emotionen und für den Verstand besser mitein miteinander verbunden sind und sie auch keinen testosteronbedingten Blackout hat, fällt es ihr leichter einzuschätzen, on ein Mann der richtige Partner für sie sein könnte oder nicht. Darum werden die meisten Beziehungen von Frauen beendet, während Männern vielfach nicht bewusst ist, was eigentlich geschehen ist.


Da eine Frau von Natur aus gerne kommuniziert, fällt es ihr nicht schwer zu  sagen: Ich liebe dich. Eine Frau weiss, dass sie, wenn sie sich beschützt, begehrt und bewundert fühlt und sie sich in der Bindungsphase befindet, den Betroffenen wahrscheinlich liebt. Ein Mann hingegen ist sich nicht so sicher, denn er verwechselt Lust oft mit Liebe.


Eine glücklich verheiratete Frau, die eine Affäre hat, ist selten, doch der glücklich verheiratete Mann, der einen Seitensprung wagt, ist keine Rarität. 90% aller Affären werden von einem Mann begonnen und 80% von einer Frau beendet. Der Grund dafür ist, dass eine Frau, sobald sie erkennt, dass eine Affäre keine dauerhafte emotionale Verbindung verspricht und stets nur auf rein körperlicher Ebene ablaufen wird, aussteigen will. Das Gehirn des Mannes ist aufgrund seiner Aufteilung in verschiedene Fächer in der Lage, Liebe von Sex zu unterscheiden und sich mit beidem getrennt zu beschäftigen. Wenn eine Frau aber die Grenzen einmal überschritten hat und mit einem anderen Mann ins Bett gegangen ist, muss es bereits zu einer emotionalen Verbindung mit dem neuen Mann gekommen sein.


Es ist nicht so, dass Männer nicht romantisch sein können. Sie verstehen nur den hohen Stellenwert nicht, den Romantik für Frauen hat. z.B. Eine Frau, die ihren Mann gebeten hat, ihr mehr Zuneigung zu zeigen, erhielt von ihm das Auto gewaschen und poliert. Männer tun meist etwas, als Zeichen der Zuneigung.

Sichere „Romantiktipps“ für den Mann:

  1. Umgebung: Wenig Licht, Musik, abgeschlossener Raum
  2. Bieten Sie Nahrung an.
  3. Zünden Sie ein Feuer an.
  4. Schenken Sie Blumen.
  5. Gehen Sie mit ihr tanzen.
  6. Kaufen Sie ihr Schokolade und Champagner.